Michaela Katz ist seit dem 1. August die neue Leiterin der Kreisseniorenrats-Geschäftsstelle beim Landratsamt. Die sportliche 58jährige Mutter von zwei erwachsenen Kindern ist ausgebildete Krankenschwester sowie Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen. Sie hat in ihren unterschiedlichen Berufsstationen sehr viel Erfahrung in der Kranken- und Altenpflege sowie der Seniorenarbeit gesammelt.
Kreis Rottweil – Der KSR-Vorsitzende Rainer Pfaller hieß Michaela Katz „herzlich willkommen in
unserem Kreis“. Katz nutzte die erste KSR-Vorstandssitzung nach der Verabschiedung von Regina Steimer, die 14 Jahre lang die Geschäftsstelle des Kreisseniorenrats beim Kreissozialamt geleitet hat, dafür, sich vorzustellen und darzustellen, was sie an ihrer neuen beruflichen Herausforderung reizt. Nach ersten Schritten in ihrem Ausbildungsberuf sei sie zu einer Rehabilitionseinrichtung für Senioren gewechselt. Dort habe sie mitbekommen, „wie viel Energie alte Menschen aufbringen, damit sie nach einer Krankheit oder eine Operation wieder nach Hause zurückkehren können.“
So sei der Hauptgedanke in der Rehabilitation gewesen, den Patienten wieder ein Leben zu Haus zu ermöglichen. Bei der Stadt Tuttlingen sei es ihre Aufgabe gewesen, quasi als Pflegelotsin den städtischen Mitarbeitern aufzuzeigen, welche Möglichkeiten es in der Pflege gebe. Sie habe auch sehr viele Weiterbildungen in Bezug auf das Thema Demenz absolviert, erklärte Katz. So sei sie ehrenamtlich als Demenzbotschafterin aktiv. Seit 13 Jahren sei sie zudem für „Demenzurlaub“ aktiv. Das sei ein niederschwelliges Angebot für Angehörige, die einen Demenzkranken zu Hause pflegten, betonte Katz. „Zuletzt war ich in einer Einrichtung mit betreutem Wohnen tätig.“ In ihrer neuen Position wolle sie zunächst einmal mit allen Seniorenbeauftragten im Kreis Rottweil Kontakt
aufnehmen.
Der stellvertretende Vorsitzende Stefan Wiedmann berichtete danach kurz über die Sitzung des Förderprogrammgremiums „Aller Land“. Die beiden Landkreise Rottweil und Lörrach arbeiteten nun mit zwei Projektgruppen aus unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbereichen daran, das Konzept für das Förderprogramm zu entwickeln. Die Vorstandsmitglieder waren sich abschließend einig, dass man die nächsten beiden Sitzungen der Aller Land-Gremien abwarten wolle, um dann zu entscheiden, ob der Kreisseniorenrat überhaupt in dieses Konzept mit dem Schwerpunkt „Kultur“
hineinpasse. Kerstin Safian und Stefan Wiedmann hatten an der Regionaltagung des Landesseniorenrats teilgenommen und rekapitulierten die dabei diskutierten Themen wie „Katastrophenschutz“, „Gesund und digital vor Ort“ und „Sicher unterwegs“. Safian und Wiedmann gingen auf das Projekt „Digital-Lotsen“ ein, für das bereits ein Konzept ausgearbeitet worden sei. Sollte ein derartiges Projekt auch für den Kreis Rottweil ins Auge gefasst werden, könne man sich mit dem Projektteam im Kreis Esslingen austauschen.
In der kommenden Vorstands- und Ausschusssitzung in Dornhan am 7. Oktober wird sich der neue Landrat Christoph Keckeisen vorstellen. Mit Blick auf die zukünftige Arbeit des Kreisseniorenrats konnte sich Pfaller und andere Vorstandsmitglieder vorstellen, Arbeitsgruppen zu den Bereichen „Katastrophenschutz“ und „Digitale Lotsen“ zu bilden.
