Benachrichtigung

Rechtsradikale mißbrauchen EM-Euphorie für ihre Propaganda

Weithin sichtbar zierte vor einem Jahr eine schwarz-rot-goldene Fahne das Aussichtshäusle. Nun wieder im Juni. Archiv-Foto: him
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Lesezeit 2 Min.

Vor wenigen Tagen hing am Schramberger Aussichtshäusle einmal mehr eine riesige Deutschlandfahne. Die Stadverwaltung hat sie auch dieses Mal abhängen lassen. Der Grund: Die Fahne am Aussichtshäusle hat offensichtlich nichts mit der derzeit stattfindenen Fußball-Europameisterschaft zu tun, sondern ist Teil einer rechtsradikalen Kampagne – wie schon im vergangenen Jahr. Zu einem Zeitungsartikel in der Lokalzeitung schreibt nun der Sprecher der Stadt Schramberg Hannes Herrmann:

Schramberg.  Leider hat der Schwabo-Artikel zur Fahne am Aussichtshäusle ein großes Missverständnis verursacht. Als Stadt freuen wir uns, wenn Fußballfans Deutschlandflaggen in ihrem Garten, an ihrem Haus oder auch am Auto anbringen und somit ihre Begeisterung für unsere Nationalmannschaft zum Ausdruck bringen. Wir haben Heim-EM und unsere Mannschaft spielt tollen Fußball!

Nicht erlaubt ist es, ohne Genehmigung Flaggen oder andere Gegenstände an öffentlichen Gebäuden oder Plätzen anzubringen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Deutschlandflagge oder eine andere Flagge handelt.

Wie auf dem Foto zu sehen, ist der Mülleimer, der neben dem Aussichtshäusle stand, mit #Stolzmonat-Aufklebern beklebt worden. Diesen Fall hatten wir im letzten Jahr auch schon. Beim sogenannten ‚Stolzmonat‘ handelt es sich um eine rechtsextreme Kampagne. Den Mülleimer haben wir ausgetauscht.“

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Foto: Stadt.

Als vor genau einem Jahr eine ähnliche Aktion stattfand, hatte die NRWZ die Hintergründe recherchiert und darüber aufgeklärt.

... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. 2026 hat er die NRWZ auf eigenen Antrieb verlassen, auch, um sich einem eigenen journalistischen Projekt zu widmen. Mehr über ihn hier.

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