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Am Kriegsdamm wird’s bald ernst

Gemeinderat berät über Ausschreibung der Arbeiten

Visualisierung des ZUP: So soll der zentrale Umsteigepunkt künftig aussehen. Grafik: Stadt Rottweil
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Lesezeit 4 Min.

Am Friedrichsplatz wird seit März gearbeitet, nun steht auch die Umgestaltung des Parkplatzes vor dem Parkhaus Nord zum Zentralen Umsteige-Punkt (ZUP) an. Der Bauausschuss des Rottweiler Gemeinderats berät am kommenden Mittwoch über die Ausschreibung der Arbeiten. Die definitive Entscheidung trifft eine Woche später das Plenum des Rats.

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So sieht es heute noch aus, am 11. Juni. Foto: wede

Rottweil – Es ist finanziell ein dicker Brocken, der hier auf die Stadt zukommt. Allerdings mit kräftiger Beteiligung des Landes – der Landesgartenschau geschuldet, wie Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf immer wieder betont. 4,87 Millionen Euro wird das Ganze kosten. An Zuschüssen gibt es etwas über zwei Millionen Euro.

Nicht nur der Parkplatz

Die Baumaßnahme umfasst in erster Linie, aber nicht nur den derzeitigen Parkplatz. Hier entsteht Platz für sechs Linienbusse, in „Sägezahnaufstellung“, wie es in der Sitzungsvorlage heißt. Hier sollen sich alle Linien (außer 1 und 5) treffen, so dass ein Umsteigen zwischen allen Linien möglich wird. Jeweils eine Haltestelle in beiden Richtungen wird für Gelenkbusse gebaut. Jede Haltebucht erhält im Bussteiganzeiger eine digitale Fahrgastinformation.

Zwischen den Bushaltestellen und dem Gebäude soll der Vorplatz mit Wartehalle entstehen. Die Planer nennen das „MobiHub“. Das wird zwar in der Vorlage nicht übersetzt, aber beschrieben: „Hier erfolgen Informationsangebote in dynamischer, digitaler Form zu Mobilitätsmöglichkeiten: Wechsel zwischen verschiedenen Mobilitätsarten werden aufgezeigt, Fahrgastinformationen zu Bussen und Bahn (Bahnhof), zu Carsharing, Scooter-Verleih, Parkierungsanlage Nägelesgraben, Bikesharing (auch Lastenradverleih) denkbar. Eine Anzeige mit aktueller Stadtinfo rundet das Angebot ab.“ Wartebereiche gibt es auch zwischen den Busplätzen und der Nägelesgrabenstraße.

Die Zufahrt zum ZUP ist einerseits zur Straße Kriegsdamm, auf der anderen Seite zur Nägelesgrabenstraße. „Alle Ein und Ausfahrten sind so konzipiert, dass der ZUP auch bei Sperrung der Historischen Innenstadt (Fasnet, Stadtlauf, Blaulichttag etc.) funktioniert“, heißt es in der Vorlage.

Kriegsdamm

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Wird erneuert: Straße am Kriegsdamm. Die kleine Mauer (rechts) wird fallen. Foto: wede

Auch die Straße Kriegsdamm wird umgebaut. Hier laufen bereits die Arbeiten der Leitungs-Erneuerung. Dann aber wird die Mauer zwischen Straße und Fußgängerbereich entlang des Parkhauses beseitigt. Das Imbiss-Restaurant wird, so ist der Vorlage zu entnehmen, dem Zugang zum Parkhaus und einer WC-Anlage weichen. Der Textildiscounter soll seinen Eingang verlegen, dieser soll künftig Richtung ZUP sein. Die Straße wird tiefer gelegt. Sie erhält ein Gefälle in Richtung Tal, damit der Wasserabfluss auch bei Starkregen funktioniert.

Die Haltestellen für die nicht so häufig fahrenden Busse, also Regional- und Überlandverkehre, sind auch künftig an der Straße Nägelesgraben.

Die Zufahrt zum Parkplatz vor dem Gefängnis ist dann nur noch auf dem Edeka-Kreisel.

Ausschreibung

Wenn der Beschluss gefasst ist, soll die Verwaltung die Arbeiten ausschreiben und, wenn der Kostenrahmen nicht um mehr als 20 Prozent überschritten wird, auch vergeben.

Die Sitzung des Ausschusses ist am 17. Juni im Sitzungssaal des neuen Rathauses. Beginn ist um 18 Uhr. Der ZUP ist der zweite Tagesordnungspunkt.

Autor / Quelle:Wolf-Dieter Bojus
... war 2004 Mitbegründer der NRWZ und deren erster Redakteur. Mehr über ihn auf unserer Autoren-Seite.
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