In einem Brief haben sich Anwohner des Sonnenbergs Anfang Februar bereits an Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr gewandt. Im Nachgang zu einer Informationsveranstaltung am 28. Januar der Stadt zur geplanten Bebauung der Planie fordern sie, es sollten maximal drei Wohnhäuser mit je drei Wohnungen dort entstehen.
Der Brief, den die Initiative „L(i)ebenswerter Sonnenberg“ auch der NRWZ zur Verfügung gestellt hat, entstand nach der Veranstaltung in der Mensa. Dort hatte die Stadt die bisherigen Vorstellungen erläutert. Demnach sollen bis zu 25 Wohnungen gebaut werden können. Um den besten Entwurf zu ermitteln, ist ein Investorenwettbewerb in einem zweistufigen Vergabeverfahren geplant.

In dem Schreiben heißt es, man wolle „die Stimmung der Mehrheit wiedergeben, die mit einer so massiven Auffüllung dieser ‚Baulücke‘ nicht einverstanden ist, sondern sich eine in unserem Sinne, moderate Lösung in Form von drei Zwei-Familienhäusern bis maximal drei mal drei Wohnungen vorstellt.“ Begründet wird dies unter anderem mit den Wohnungsgrößen die sich von 80 Quadratmetern nach oben bewege.
Weiteres Bauprojekt? Stadt: Derzeit liegt kein Bauantrag vor
Außerdem sei an dem Abend nicht zur Sprache gekommen, dass auf dem ehemaligen „Rock-Grüner-Gelände“ ebenfalls zehn Wohneinheiten geplant seien. Auch die Überplanung im Bereich Heideckle werde die „Verkehrssituation zusätzlich massiv belasten“, fürchtet die Anwohnergruppe.
Auf Nachfrage der NRWZ bestätigt Linda Niebel vom Baurechtsamt, es habe im Bereich Sonnenberg „vor Jahren eine Bauvoranfrage gegeben, die aber nie in einem Bauantrag mündete“. Derzeit liegt also kein Plan für ein weiteres Gebäude in diesem Bereich vor. Zum Bereich Heideckle hat der Rat ebenfalls schon vor Jahren beschlossen, über einen Bebauungsplan Baurecht für einige weitere Einfamilienhäuser zu schaffen.
Appell: „Nehmt Rücksicht auf unsere Belange“
Die Initiative bittet den Gemeinderat auf ihre Belange Rücksicht zu nehmen. Es gehe auch darum, “ein Erholungsgebiet (die grüne Lunge) weiter zu erhalten und nicht darum, Investoren eine Tummelwiese für Maximalausbau zu bieten mit Quadratmeterpreisen, die nur von einer bestimmten Schicht bezahlt werden können.“
Der Gemeinderat hatte im Oktober beschlossen, dass die Verwaltung die zweistufige Konzeptvergabe durchführen, den Auslobungstext aber zuvor dem Rat zur Beschlussfassung vorlegen soll. Dies wird nun am 5. März geschehen. Im Auslobungstext werden die genauen Vorgaben zu Wohnungszahl und Parkplätzen beispielsweise festgelegt.
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