Benachrichtigung

Power in der Au

Führung zur Rottweiler Energiegeschichte von Wasser, Gas und Strom

Autor / Quelle:
Lesezeit 3 Min.
Au-tarke Stadt: Kunstmühle und Gasfabrik am Neckar produzierten Strom und Gas.Der Rottweiler Energiebedarf vor hundert Jahren wurde von der Au gedeckt. Foto: J. Mehl
Hinweis der Redaktion: Diese Pressemitteilung haben wir nicht oder nur oberflächlich redaktionell bearbeitet. Sie wurde direkt in das Angebot der NRWZ übernommen.

Am Sonntag, 14. Juni lädt der Geschichts- und Altertumsverein alle Interessierten und Neugierigen ein zur Juniführung mit dem Thema „Power in der Au – zur Rottweiler Energiegeschichte von Wasser, Gas und Strom“.

Rottweil – In rasantem Tempo mit Zielpunkt 2028 verwandelt sich derzeit die Au zum Nacherholungsgebiet. Bald lockt sie mit Neckarstrand und Naturbühne, Wissen und Weinbergen, Panorama und Promenaden, dazu gibt es neue Radwege, Spielplätze und Gastronomie. Die Au hat‘s in sich. Und hatte es auch früher in ihrer Geschichte als mittelalterliche Ursiedlung am Fluss mit Kirche noch vor der Neustadt, dank Wasserkraft als erstes Rottweiler Gewerbegebiet mit Verarbeitung von Metall, Leder, Tuch und Getreide, mit Münzprägung, Produktion von Mehl, Öl, Gips und Pulver.

Bis dann zwei sinnlose Belagerungen im Dreißigjährigen Kriegsjahr 1643 alles zerstörten. Erst wieder nach gut 200 Jahren war im späten 19. Jahrhundert mit dem Bau von Bahnhof und Eisenbahn, von König Karl Brücke und Viadukt in der Au der Dornröschenschlaf beendet. Aus den Getreidemühlen wurden Kunstmühlen. Dort wurde nun Kohle vergast oder mit Wasserturbinen Strom erzeugt. Anstelle der Lastesel liefen Leitungen mit Gas und Strom hoch zur Stadt, aus I-aaah wurde Stromstärke I und Ampere A. Privatunternehmer Andreas Lang in der Vögelinsmühle und Max v. Duttenhofer in der Katzensteigmühle machten die Au zum Energiezentrum am Neckar und halfen Rottweil beim Sprung ins 20. Jahrhundert, bevor die Stadt die Werke selbst übernahm.

Mit dem seither stetig steigenden Energiebedarf unterlag auch die Au einem kontinuierlichen Wandel. Zum anfangs selbst produzierten Stadtgas kam Ferngas und schließlich Erdgas, ergänzt mit Biogas. Kraftwerksstrom aus Kohle und Atom wurde zugekauft und wird ergänzt durch zum Teil örtliche Wasserkraft, Photovoltaik und Wind.

In der Au dominiert mittlerweile der Rückbau: Die Gaskessel sind verschwunden, Kanäle zugeschüttet, das Flussbetonbett wird entfernt wie die Altlasten im Boden bei der Kokerei. Der Neckar und das Grün der Au sollen nun zurückfinden zur Stadt, so dass in spätestens zwei Jahren im Tal der Vor-Ort steht, wo Rottweils Bürger wieder Energie tanken und Akkus aufladen können.

Die Führung beginnt am kommenden Sonntag um 11 Uhr in der Au Nr. 5 beim ehemaligen Verwaltungsgebäude der ENRW, führt auch querfeldein durch die untere Au bis zur Grillstelle bei den Zwillingsmühlen, wird begleitet von den ENRW Geschäftsführern der ENRW Holger Hüneke und Stefan Kempf unterstützt durch Ausschussmitglied Jürgen Mehl und dauert etwa eine Stunde.

Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
Mit "Pressemitteilung" gekennzeichnete Artikel sind meist 1:1 übernommene, uns zugesandte Beiträge. Sie entsprechen nicht unbedingt redaktionellen Standards in Bezug auf Unabhängigkeit, sondern können gegebenenfalls eine Position einseitig einnehmen. Dennoch informieren die Beiträge über einen Sachverhalt. Andernfalls würden wir sie nicht veröffentlichen.Pressemitteilungen werden uns zumeist von Personen und Institutionen zugesandt, die Wert darauf legen, dass über den Sachverhalt berichtet wird, den die Artikel zum Gegenstand haben.
Abonnieren
Benachrichtigen bei
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertet

Danke, dass Sie die NRWZ lesen.

NRWZ.de ist kostenlos. Damit das so bleibt, brauchen wir Werbeeinnahmen — die funktionieren besser mit Ihrer Einwilligung. Nutzen Sie NRWZ kostenlos mit Werbung oder unterstützen Sie unsere Redaktion mit einer Steady-Mitgliedschaft und lesen dafür werbefrei.

Kostenlos mit Werbung

Der kostenlose Zugang wird durch Werbung finanziert. Dafür bitten wir um Ihre Einwilligung in die dafür notwendigen Cookies und Dienste.

Bereits Mitglied? Dann können Sie sich direkt einloggen:

Werbefrei mit Steady

Mit Steady unterstützen Sie unabhängigen Lokaljournalismus aus der Region und lesen NRWZ ohne Werbung*.

*Frei von Werbung über die externen Anbieter Google und Taboola. Lokale Werbung zeigen wir im Interesse unserer Direktkunden weiterhin an.

Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und im Impressum.