Wie das Donaueschinger Baureferat des Regierungspräsidiums Freiburg (RPF) am Montag mitteilt, ist die Sanierung der Göttelbachverdolung unter der B 462 am Paradiesplatz in Schramberg abgeschlossen. Gut ein Jahr dauerten die Bauarbeiten unter und über der Erde. Autofahrer und Fußgänger mussten einige Beschwernisse wärend der Arbeiten hinnehmen. Die Sanierung der Göttelbachverdolung und der Fahrbahndecke der Bundesstraße kostete etwa 2,2 Millionen Euro.
Laut Pressemitteilung habe man die beinahe hundert Jahre alte Untertunnelung in mehreren Bauabschnitten aufwändig saniert. Ein Großteil der Arbeiten hätten die Fachleute unterirdisch und von der Öffentlichkeit unsichtbar ausgeführt. Als Vorbereitung hatten die Stadtwerke und die Telekom im Frühsommer letztes Jahr die Versorgungsleitungen ausgebaut und in Leitungsgräben außerhalb der Verdolung umgelegt.
Vor den eigentlichen Sanierungsarbeiten wurde eine Bauwasser-Filteranlage, eine Stützmauer und eine Hochwasserwarnanlage errichtet. Danach begannen die Arbeiten am Bauwerk mit dem Abbruch des alten Einlaufportals unter dem Paradiesplatz. Dieser Bauabschnitt sei um etwa zehn Meter verkürzt worden, da der Anfangsabschnitt mit ehemals drei Parkplätzen wegfallen konnte: „Der Göttelbach ist in diesem Bereicht jetzt freigelegt.“
Fahrstreifen gesperrt
Zeitgleich mit der Freilegung der Verdolung hatte eine Baufirma die oberirdischen Arbeiten in Teilabschnitten ausgeführt. Dabei musste jede Fahrtrichtung auf eine Spur reduziert werden, Zufahrten zu Nebenstraßen mussten gesperrt werden. „Dies führte zu erheblichen Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmerinnen und – Verkehrsteilnehmer sowie der Anliegerinnen und Anlieger“, heißt es weiter.
Das Bauwerk bestehe aus verschiedenen Abschnitten als Stahlbetonrechteckquerschnitt und auch als Gewölbekonstruktion mit bis zu vier Metern lichter Höhe. Die Arbeiten im Inneren seien durch die teilweise niedrige freie Höhe von etwa 1,75 Meter stark eingeschränkt und für die Arbeiter sehr anstrengend gewesen. Mit einem Hochdruckwasserstrahlverfahren haben sie an den Betonschadstellen der marode Beton abgetragen und die Schadstellen mit einer Spritzbetontechnik saniert.
Schwierige Arbeitsbedingungen im Untergrund.
Fahrbahn erneuert
Bei der oberirdischen Sanierung habe das RP diverse Abschnitte der Fahrbahn bis an die Kreuzung „Schloss“ erneuern lassen. Weiterhin wurden die Gehwege und die Bushaltestellen am Paradiesplatz barrierefrei umgebaut.
„Es war eine Herausforderung der Planung einer Verkehrsführung, um den erheblichen Verkehr vor allem den LKW-Durchgangsverkehr im Baustellenbereich führen zu können. Weiträumige Umleitungen mussten unter anderem wegen den dadurch belasteten Ortschaften und auch Baustellen auf möglichen Umleitungsstrecken vermieden werden. Eine Bauphase mit nur einspuriger Verkehrsführung und Lichtsignalanlage war unvermeidbar“, heißt es aus dem RP.
Gute Zusammenarbeit
Dass eine solche Großbaustelle nahezu reibungslos abgewickelt werden konnte, sei auch der guten Zusammenarbeit mit der Stadt Schramberg zu verdanken. Nun seien noch einige wenige Restarbeiten zu erledigen, insbesondere die Sanierung der Fahrbahn der Bushaltestelle am Paradies. Bis diese abgeschlossen sei, verbleibe die Bushaltestelle an der bisherigen Stelle in der Oberndorfer Straße.
Noch nicht fertig: Bushaltestelle beim Paradies. Foto: him
Das federführende Baureferat Donaueschingen des RP bedanke sich abschließend bei allen Verkehrsteilnehmern und insbesondere bei den Anliegern für ihr Verständnis und Mithilfe. Ebenso bei allen Beteiligten im Vordergrund und auch bei denen, die vielfach im Hintergrund tätig und aktiv waren und hierdurch zum gemeinsamen Gelingen dieser aufwändigen Sanierung beigetragen hätten.
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