Der Geruch nach einem verschmorten Elektroteil hat am Sonntagabend zu einem Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei geführt. Weil es sich beim Einsatzort um ein Seniorenheim handelte, war der Kräfteeinsatz groß.
Kurz nach 19.30 Uhr kam der Alarm: Unklarer Brandgeruch im Altenzentrum St. Elisabeth. Mit mehr als 30 Einsatzkräften rückte die Feuerwehr Rottweil an. In einem der Bewohnerzimmer war ein leicht beißender Geruch festgestellt worden. Oder vielmehr ein Geruch nach etwas Verschmorten, wie der Sprecher der Rottweiler Feuerwehr Patrick Kohl vor Ort berichtete. Das Zimmer selbst fand die Feuerwehr leer vor, insofern waren glücklicherweise keine Personen betroffen. Die Feuerwehr machte sich sodann akribisch auf die Suche nach der Ursache für den Geruch. Stark genug, einen Brandmelder auszulösen, war der Geruch nicht.
Zugleich rückte auch das Rote Kreuz mit einer Vielzahl an Kräften an: ein Notarzt, zwei Rettungswagen und der organisatorische Leiter Rettungsdienst. Dieser, Manuel Feilcke, erklärte das gegenüber der NRWZ mit dem von der Leitstelle ausgegebenen Einsatzstichwort B3 Y. Der Buchstabe Y steht dabei für “Menschenleben in Gefahr“. Im Falle eines Brandausbruchs in einem Seniorenheims, oder wenn dieses auch nur geräumt werden muss, ist eine Vielzahl an Rettungskräften von Nöten.
Glücklicherweise war dies am Sonntagabend im St. Elisabeth beides nicht der Fall. Die Feuerwehr machte nach entsprechender, intensiver Suche eine hinter einem Gitter verbaute Leuchte als Ursache für den Schmorgeruch aus. In ihr muss etwas durchgebrannt sein.
Für eine gewisse Zeit hatte die Feuerwehr die Vermutung auch, dass der Geruch durch die Lüftungsanlage des Hauses kommen könnte. Das hätte bedeutet, dass es irgendwo anders als in dem Zimmer, in dem der Geruch wahrgenommen worden war, möglicherweise zu einem Brandausbruch gekommen ist. Doch dies konnte am Ende ausgeschlossen werden. Bis dahin aber mussten die Kräfte vor Ort ausharren. Auch das DRK.
Wie Feuerwehrsprecher Kohl berichtete, waren 33 Kräfte der Rottweiler Wehr in sieben Fahrzeugen vor Ort. Zudem neben dem DRK auch eine Streife der Polizei. Die Einsatzleitung hatte Stadtbrandmeister Frank Müller. Und eine Stunde nach der Alarmierung konnte er seine Kräfte zurück zum Gerätehaus schicken, das DRK aus dem Einsatz auslösen.



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