Die Stromnetzentgelte, die die Stadtwerke für das vorgelagerte Stromnetz entrichten müssen, sind unvorhergesehen zum 1. Januar 2024 um 1,8 Millionen Euro gestiegen. Laut Pressemittteilung der Stadtwerke war die Ursache „der Wegfall des Bundeszuschusses zur Stabilisierung der Übertragungsnetzentgelte für das Jahr 2024 in Höhe von 5,5 Milliarden Euro“.
Schramberg. Dieser Zuschuss sei den Einsparungen im Bundeshaushalt zum Opfer gefallen, die durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes notwendig waren. Infolgedessen hätten die vier Übertragungsnetzbetreiber außerplanmäßig Mitte Dezember bekannt gegeben, dass sich deren Netzentgelte mehr als verdoppeln. Die vier Konzerne betreiben die überregionalen Stromnetze in Deutschland. Einer davon ist die baden-württembergische Transnet BW.
Die Netzentgelte steigen von 3,12 auf 6,43 Cent/kWh. Außerdem haben die Netzbetreiber mitgeteilt, dass sich die „Paragraf 19 Strom NEV-Umlage“ um 0,24 Cent pro kWh (netto) erhöht. Diese Umlage gleicht die Mindereinnahmen der Netzbetreiber aus, die durch die Netzentgeltentlastung der stromintensiven Industrie entstehen.
Diese zusätzlichen Netzkosten mussten die Stadtwerke kurzfristig zum 1. Januar einkalkulieren, heißt es in der Mitteilung. „Ab diesem Zeitpunkt müssen sie von allen Energielieferanten beziehungsweise Netznutzern entrichtet werden.“
Was bedeutet das für die Kunden der Stadtwerke?
Die Stadtwerke seien gezwungen, die unerwartet höheren Netzentgelte an ihre Endkunden weiterzugeben. Stadtwerke-Chef Peter Kälble: „Nachdem wir den Strompreis zum Jahreswechsel gesenkt haben, müssen wir die uns aufgebürdeten zusätzlichen Kosten weitergeben, für Privat- und Kleingewerbekunden zeitversetzt zum 1. März 2024. Die deutlich gestiegenen Netzentgelte werden bundesweit zu weiteren Strompreiserhöhungen führen.“
Für die Privat- und Kleingewerbekunden wird sich deshalb der Grundpreis um weitere 2,86 Euro (brutto) pro Monat erhöhen. Der Arbeitspreis wird sich durch die Erhöhung von Netzumlagen um 0,24 Cent pro kWh (netto) erhöhen. Bei einem Verbrauch von 3000 Kilowattstunden pro Jahr bedeutet das weitere monatlichen Kosten von 0,71 Euro (brutto).
Auch der Gaspreis steigt
Zudem hat die Bundesregierung Mitte Dezember beschlossen, die C02-Preise stärker zu erhöhen als vorgesehen. Das führt zu einer zusätzlichen Belastung des Erdgaspreises von 0,1814 Cent pro kWh (netto). Bei einem Verbrauch von 18.000 kWh führt das zu zusätzlichen monatlichen Kosten von 2,91 Euro (brutto), rechnen die Stadtwerke vor.

Noch unklar sei, ob die temporäre Senkung der Mehrwertsteuer auf den Erdgaspreis von 19 auf sieben Prozent wie geplant bis Ende März 2024 fortgeführt wird oder vorzeitig zum 29. Februar ausläuft.
Die Stadtwerke werden die betroffenen Kunden in einem separaten Schreiben über die Preisänderungen informieren.
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