Rottweil – Beim zehnten Rottweiler Kinder- und Jugendhearing haben nach Angaben der Stadt Rottweil mehr als 130 Kinder und Jugendliche aus Rottweiler Schulen ihre Ideen für die Stadtentwicklung eingebracht. In sechs Workshops entwickelten sie Vorschläge zu Themen wie der Landesgartenschau 2028, der neuen Campussporthalle, dem Abendmarkt und der Ganztagsbetreuung. Die Ergebnisse stellten sie im Sonnensaal des Kapuziners vor, Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf nahm sie entgegen.
Mehr als 130 Schülerinnen und Schüler aus Rottweiler Schulen haben sich am zehnten Kinder- und Jugendhearing beteiligt. Wie die Stadt Rottweil mitteilt, entwickelten sie in sechs Workshops Vorschläge für die Zukunft ihrer Stadt – von Treffpunkten über einen jugendgerechten Abendmarkt bis zur Gestaltung der neuen Campussporthalle und einer besseren Ganztagsbetreuung. Die Ergebnisse stellten die Teilnehmenden anschließend im Sonnensaal des Kapuziners vor. Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf dankte den jungen Teilnehmenden für ihr Engagement.
Zum Auftakt begrüßten Anni Kluge, Leiterin des städtischen Kinder- und Jugendreferats, und ihre Kollegin Daniela Merz die Teilnehmenden. Bürgermeisterin Ines Gaehn gab anschließend einen Einblick in den aktuellen Planungsstand der Landesgartenschau 2028. Laut Mitteilung stießen vor allem die innovativen und nachhaltigen Materialien und Bauweisen auf Interesse. Im folgenden Workshop entwickelten die Kinder und Jugendlichen eigene Ideen für die Landesgartenschau, etwa mögliche Thementage, eigene Mitwirkungsmöglichkeiten und Wünsche für das Kulturprogramm. Allein für musikalische Auftritte gingen 25 Vorschläge ein.
Sitzgelegenheiten, Streetfood und Piktogramme
Ein weiterer Workshop befasste sich mit der Aufenthaltsqualität in Rottweil. Gemeinsam mit Tabea Müller und einer Auszubildenden des Ordnungsamts markierten die Teilnehmenden auf einer Stadtkarte Orte, an denen sie sich gerne aufhalten, sowie Bereiche, die aus ihrer Sicht verbessert werden könnten. Daraus entstand unter anderem der Vorschlag, an mehreren Stellen im Stadtgebiet zusätzliche Sitzgelegenheiten aufzustellen.
Wie der Abendmarkt 2027 auch für junge Besucherinnen und Besucher attraktiver werden kann, diskutierten die Schülerinnen und Schüler mit Carolin Weiß und Anna Beatriz Arcadi Herrera aus der Abteilung Tourismus und Stadtmarketing. Die Ideen reichten von alkoholfreien Kindercocktails über internationales Streetfood bis zu einem Fotoautomaten.
Mit der Frage, wie Einsamkeit bei jungen und älteren Menschen entgegengewirkt werden kann, beschäftigte sich eine Arbeitsgruppe mit Stephanie Knittel und Beate Wubs vom Mehrgenerationenhaus. Diskutiert wurde, welche Orte und gemeinsamen Aktivitäten Begegnungen fördern und wie im Schulalltag ein stärkeres Miteinander entstehen kann.
Im Workshop mit den Mediendesignern Robert und Marie Hak von studio hak entwarfen die Teilnehmenden Piktogramme für die neue Campussporthalle – etwa für Sanitäranlagen, die Orientierung im Gebäude oder verschiedene Sportbereiche. Über eine attraktive Ganztagsbetreuung sprachen die Schülerinnen und Schüler mit Nina Lorenz, Teamleiterin Ganztag der drei Gymnasien, und Dominik Doster von der Schulverwaltung. Im Mittelpunkt standen campusübergreifende Freizeitangebote und die Mittagsversorgung; vorgeschlagen wurden unter anderem ein schulübergreifendes Fußballturnier und eine Koch-AG in der Mensa.
Nach der Workshopphase stellten die Kinder und Jugendlichen ihre Überlegungen Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung, des Gemeinderats sowie des Jugend- und Versorgungsamts vor und tauschten sich mit ihnen aus. „Kinder und Jugendliche erleben unsere Stadt aus einem ganz eigenen Blickwinkel. Ihre Ideen und Anregungen sind deshalb besonders wertvoll. Das Kinder- und Jugendhearing zeigt seit mittlerweile zehn Jahren, wie wichtig es ist, jungen Menschen zuzuhören und sie an Entscheidungen zu beteiligen“, sagte Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf zum Abschluss der Veranstaltung.
Die gesammelten Vorschläge werden nach Angaben der Stadt nun innerhalb der Verwaltung auf ihre Umsetzbarkeit geprüft. Ziel sei es, die Anregungen in die weiteren Planungen einfließen zu lassen und konkrete Ideen nach Möglichkeit umzusetzen.