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Drittes Konzert der Sommersprossen bringt ungeahnte Kostbarkeiten zu Gehör

Von rechts: Elisabeth Brauß. Foto: Simon Höfele/ Tanja Tetzlaff. Foto: Giorgia Bertazzi
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Der Titel des Konzerts am 25. Juni ab 20 Uhr in der Werkstatthalle der Kunststiftung Erich Hauser lautet „Publikumslieblinge“. Zur Aufführung kommen kammermusikalische Werke von Komponistinnen und Komponisten, die sowohl privat als auch öffentlich als Musikerinnen und Musiker in Erscheinung getreten sind.

Rottweil – Beim dritten Konzert des Klassik Musikfestivals „Sommersprossen“ stehen Werke von Beethoven, Bacewicz und Schostakowitsch auf dem Programm. In besonderen Situationen entstanden, waren die Werke für die Komponisten sicherlich richtungsweisend. Florian Donderer, Intendant der Sommersprossen, die Musikerinnen und Musiker des Signum-Quartetts sowie Thomas Feldmann (Violine), Tanja Tetzlaff (Violoncello) und Elisabeth Brauß (Klavier) bringen dem Publikum diese kammermusikalischen Kostbarkeiten zu Gehör.

Eröffnet wird das Konzert mit Beethovens Streichtrio op. 9 Nr. 3 in C-Moll. Dieses zählt mit zu den bedeutendsten Frühwerken des Komponisten. Während die früheren Werke für Streichtrio noch in der Tradition des österreichischen Divertimentos stehen, hatte er mit seinem Opus 9 wohl anderes im Sinn, sprengt es doch die tradierten Gattungsgrenzen und weist in eine neue Richtung. An ihm wird auch besonders deutlich, wie sehr Beethovens Jugendwerke eine Musik des Übergangs waren. Nicht nur stilistisch zwischen 18. und 19. Jahrhundert, sondern auch soziologisch als Kammermusik, die nicht mehr in der privaten Kammer Platz findet, sondern vielmehr in den Konzertsaal drängt.

Gražyna Bacewicz war eine polnische Komponistin. Sie wurde 1909 in Łódź geboren. Wie Beethoven erhielt sie ihre erste Ausbildung am Klavier, der Violine und in Komposition bereits als Kind von ihrem Vater. Sie ist eine der wichtigsten polnischen musikalischen Stimmen und war sowohl eine ausgezeichnete Geigerin als auch eine sehr erfolgreiche Komponistin, Lehrerin und Autorin. Sie galt als Meisterin der Instrumentation, ihre Violinsonaten entfalten eine wunderbare Klanglichkeit. Tobias Feldmann und Elisabeth Brauß lassen zu diesem Sommersprossenkonzert die vierte Violinsonate erklingen.

Auch Schostakowitsch war ein großer Verehrer Beethovens. Der Komponist, dessen 120. Geburtstag dieses Jahr gefeiert wird, schrieb das Klavierquintett in G-Moll (op.57) auf Bitten des Moskauer Beethoven-Quartetts. Dieser Bitte kam Schostakowitsch gerne nach: „Mit Sicherheit werde ich ein Quintett schreiben und es natürlich mit Euch spielen …“ antwortete er Dmitri Zyganow, dem ersten Geiger des Quartetts. Die Musik Bachs hat ihn ebenfalls zum Quintett in G-Moll inspiriert. Das Stück war ein großer Erfolg und führte in den Jahren 1940/41 zu so vielen Aufführungen, dass er kaum zum Komponieren kam. Es spielt das Signum Quartett, Thomas Feldmann (Violine), Tanja Tetzlaff (Violoncello) und Elisabeth Brauß (Klavier).
Das Präludium wird von Schülerinnen und Schülern der Trompetenklasse der Jugendmusikschule Rottweil unter der Leitung von Felix Langhammer gestaltet.

INFO: Tickets zu 29 Euro (Abendkasse 31 Euro) gibt es bei der Tourist Information Rottweil (Ticket-Hotline 0741/494-280) sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen und im Internet unter www.trio-k.de. Eintritt bis 18 Jahre frei! Infos über das gesamte Festivalprogramm, das Ticketing und den Flyer zum Download gibt es unter www.sommersprossen-rottweil.de.

Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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