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Nur jede zweihundertste Schale hält stand

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Rottweil – Als „Auge des Himmels“ werden sie bezeichnet, die in Ostasien nach uralten Technikern hergestellten Tenmoku-Keramiken. Einige Beispiele kann man nun im Forum Kunst bewundern – bei der Vernissage am Samstag wurden sie sehr bestaunt.

Mit kleinen Taschenlampen leuchteten die Gäste die handtellergroßen Schälchen immer wieder aus – und entdeckten stets auf’s Neue überraschende Details und Effekte.

Sie sind das Ergebnis eines langwierigen Glasur- und Brennprozesses, bei dem die Oberfläche mit Blättern und Mineralien faszinierende Eigenschaften annimmt. Das verdeutlichen auch auf mehrere Quadratmeter vergrößerte Detailaufnahmen, die im Bürgersaal ebenfalls präsentiert werden.

Gefertigt hat die Keramiken der taiwanesische Künstler Lo Sen-hao, der bereits bei den Heimattagen 2003 in Rottweil mitgewirkt hat. Forum Kunst-Geschäftsführer Jürgen Knubben verdeutlichte, wie viel Expertise und Arbeit hinter den gezeigten Objekten steckt: Nur wenige Meister beherrschen die geheim gehaltenen Techniken und nur etwa jede zweihundertste Schale entspricht den hohen Anforderungen und darf als „Auge des Himmels“ gelten.

Info: Die Ausstellung ist bis zum 5. Januar 2020 zu sehen. Geöffnet hat das Forum Kunst dienstags, mittwochs und freitags von 14 bis 17 Uhr, donnerstags von 17 bis 20 Uhr, sowie freitags und samstags 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr.

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