Deißlingen. Zu einem ausgedehnten Vegetationsbrand ist es am Samstagmittag entlang der Bahnstrecke zwischen Rottweil und Villingen-Schwenningen auf Höhe von Deißlingen gekommen. Nach ersten Informationen brannte ein rund 100 Meter breiter Bereich in der Böschung. Zudem wurde etwa 500 Meter weiter eine zweite Brandstelle festgestellt. Im Verdacht steht eine historische Lokomotive, die heute auf der Strecke unterwegs gewesen ist.
Die Feuerwehr war rasch mit zahlreichen Kräften und Fahrzeugen im Einsatz. Auch die Polizei rückte an. Die Rauchentwicklung war weithin sichtbar.
Feuerwehr: Rund fünf Hektar Moorfläche betroffen
Update: Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Sven Haberer trafen die ersten Einsatzkräfte auf zwei voneinander getrennte Brandstellen. Während ein Feuer nahe des Bahnhofs Deißlingen schnell gelöscht werden konnte, konzentrieren sich die Maßnahmen auf eine deutlich größere Brandfläche in einem Moorgebiet. Diese umfasst nach ersten Schätzungen rund fünf Hektar.
Zur Unterstützung wurden Feuerwehren aus Deißlingen, Rottweil, Oberndorf, Trossingen, Villingen-Schwenningen mit dem Abrollbehälter Wasser und Schlauch und Immendingen mit einem Großtanker sowie der Fachberater des THW alarmiert. Mithilfe von Drohnen werden Glutnester lokalisiert und die Bahnstrecke entlang der Einsatzstelle überwacht. Zur Brandursache liegen laut Haberer bislang keine Erkenntnisse vor. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
Meterhohe Flammen
Unser Erstbericht: Nach ersten Beobachtungen hat sich das Feuer entlang der trockenen Vegetation im Bereich der Bahntrasse ausgebreitet. Die Einsatzkräfte bekämpfen die Flammen an mehreren Stellen entlang der Strecke. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Konstanz bestätigte, war am frühen Nachmittag offenbar eine Dampflok auf der Strecke unterwegs. Es werde seitens der Polizei untersucht, ob diese ursächlich für den Brandausbruch gewesen sein könnte. Seine Kollegen würden entsprechend ermitteln. Abschließend könne er diese Vermutung allerdings bisher nicht bestätigen.
Die Einsatzleitstelle forderte weitere Unterstützung nach. Aus dem betroffenen Waldstück schlugen Flammen teils einige Meter hoch. Die Einsatzstelle ist schwer erreichbar, es führt kein befestigter Weg dorthin, die Feuerwehr fährt über Wiesen und Felder.
Die Flammen fraßen sich unterdessen weiter durch die Vegetation. Sie wurden vom herrschenden Wind angefacht. Die in Brand geratene Fläche umfasst mehrere hundert Quadratmeter.
Die Bahnlinie ist aktuell gesperrt. Die Kreisstraße zwischen Deißlingen und Dauchingen ebenfalls. Wie der Einsatzleiter, Deißlingens Kommandant Fabian Frank, der NRWZ berichtete, haben seine Kräfte die zweite Einsatzstelle bereits gelöscht und abgearbeitet. Dort sei das Feuer aus.
Laut dem Feuerwehrsprecher Sven Haberer sind mehrere Einheiten alarmiert worden. So aus Deißlingen, Rottweil, Trossingen und Oberndorf. VS sei zudem alarmiert worden, sei wegen eines eigenen Einsatzes aber nicht verfügbar. Die in Villingendorf stationierte Drohneneinheit des Landkreises beobachtet die Einsatzstelle nach Maßgabe leitender Einsatzkräfte und Abschnittsleiter aus der Luft.
Eine Warnung über die entsprechenden Apps sei in Vorbereitung und werde in Kürze versandt. Die A 81 wird voraussichtlich kurzfristig gesperrt. Es kommt bereits zu einem Stau in Richtung Süden, zwischen Rottweil und VS.
Seit 12.30 Uhr gilt das Feuer als aus, sagte Feuerwehrsprecher Sven Haberer. Jetzt seien noch Glutnester zu löschen. Zwischenzeitlich ist eine Einheit der Feuerwehr Villingen-Schwenningen, der Abteilung Schwenningen, vor Ort, mit einem Abrollbehälter Schlauch und Wasser.




































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