Die Gemeinde Schramberg möchte seine schöne Umgebung für Einheimische und Besucher attraktiver gestalten, das ist verständlich. Doch bei allem Verbesserungswillen sollte der Sinnspruch, “Weniger ist oft mehr“ nicht gänzlich außer Acht gelassen werden. Mit Schrecken und Bedauern musste ich feststellen, dass die romantisch gelegene, bisher namenlose und naturbelassene Quelle am Winterberg nun auch „verbessert“ wurde.
CNC gefräste Metallschilder, Baumarktketten und Eisenrohre, wie man sie von Innenstadtparkplätzen oder Industrieanlagen kennt, tragen in den wenigsten Fällen zu einer Aufwertung natürlicher Ambienten bei. Ihr praktischer Nutzen steht nicht in Frage, aber die Stille, Würde und Ursprünglichkeit dieses besonderen Ortes hätten wirklich eine sensiblere Behandlung verdient. Eine kleine öffentliche Ausschreibung zur Gestaltung der Lokalität hätte zum Beispiel bestimmt einige liebevollere Möglichkeiten aufgezeigt, als was dort innerhalb von 15 Minuten mit dem Schlagbohrer und ein paar Eisenwaren am Fels geschehen ist. Sehr schade. Ein Verlust und kein Zugewinn.
Markus Klek, Schramberg
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