Benachrichtigung

Pressefreiheit schützen, Missstände aufdecken und das kollektive Gedächtnis gestalten

SPD-Ortsverein Dunningen und Kreisverband Rottweil besuchen Ausstellung „ICONIC“

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Lesezeit 3 Min.
Auf großes Interesse stieß die Ausstellung „ICONIC“ beim SPD-Ortsverein Dunningen und dem SPD-Kreisverband Rottweil. Foto: Tanja Witkowski

Wenn einmal im Jahr das „Pressefoto des Jahres“ prämiert wird, dann schaut die Welt für einen kurzen Moment in Geschichten, die nirgends stehen, die aber in Erinnerung bleiben müssen. Es sind die oft hochpolitischen Hintergründe zu einem Foto, die sich erst beim genauen Betrachten und im Zusammenhang mit der Entstehung des Fotos erschließen. Die Ausstellung „ICONIC“ mit einer Auswahl der bedeutendsten Bilder geht derzeit um die Welt und ist auch in den Katakomben der Christophorus-Kapelle in Dunningen zu sehen.

Dunningen – Bei einer vom SPD-Ortsverein Dunningen organisierten Führung gaben Dr. Christian Weimar und Stephanie Holder-Gronauer vom Heimat- und Kulturverein Einblicke in die Ausstellung. Nicht ohne Stolz beschrieb Weimar, wie sehr der Heimat- und Kulturverein dafür gekämpft hat, diese Ausstellung nach Dunningen zu holen. Über ein Jahr Vorbereitungsarbeiten waren nötig, um alles vorzubereiten. Umso erfreulicher war das große Interesse der Besucherinnen und Besucher am Thema. Am Tag der Deutschen Einheit lud der SPD-Ortsverein Dunningen zu einer Führung ein. Gekommen waren zahlreiche Mitglieder und Interessierte aus dem SPD-Kreisverband Rottweil.

„Es geht um den Erhalt der Pressefreiheit“, so begann Dr. Weimar seine Einführung in die Ausstellung „ICONIC“. Weltweit gerate dieses Grundrecht verstärkt unter Druck. Nur durch die Pressefreiheit könnten aber Fotos, wie in der Ausstellung gezeigt, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und auf Missstände aufmerksam gemacht werden. Seit 1955 prämiert die World Press Photo Foundation das Pressefotos des Jahres und beschreibt, wie wichtig der Fotojournalismus ist, wenn es darum geht, das kollektive Gedächtnis zu gestalten und gegenseitiges Verständnis zu schaffen.

Festgehalten sind in den Bildern prägende Ereignisse der jüngeren Geschichte. Die Fotos zeigen Momente der Hoffnung, aber auch der Verzweiflung. Sie zeigen, wie widerstandsfähig Demonstranten sein können und zeichnen ein Bild moderner Migration und menschlicher Konflikte. Fast immer regen die Fotografien zum Nachdenken an und sind gleichzeitig nicht schön im Sinne von harmonisch. Dennoch ist jede einzelne Aufnahme fotografisch höchst professionell und ausdrucksstark zugleich. Dass diese Ausstellung absolut sehenswert ist, darin waren sich die Genossinnen und Genossen einig. Auch im Nachgang fanden zahlreiche Gespräche über die einzelnen Ereignisse und die Bedeutung der Pressefreiheit statt. Zu sehen ist die Ausstellung nur noch bis zum 18. Oktober.

Autor / Quelle:Gabi Hertkorn (gh)
Gabi Hertkorn war 2004 Mitbegründerin der Neuen Rottweiler Zeitung. Mehr über sie hier.
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