Schramberg-Sulgen. Ein brennender Kleinlaster hat am Samstagabend in der Heiligenbronner Straße einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Das Feuer griff von dem unter einem Carport abgestellten Fahrzeug auf den Carport und anschließend auf ein angrenzendes Wohngebäude über. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden wird auf rund 120.000 Euro geschätzt.
Der Alarm ging gegen 19.30 Uhr mit dem Stichwort „Schuppenbrand“ ein. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand jedoch bereits ein Carport in Vollbrand. Darunter brannte ein Kleinlaster. Die Flammen breiteten sich rasch auf die Außenfassade des direkt angrenzenden Wohnhauses aus und gelangten von dort in die Dachhaut.
„Von dem Carport ist das Feuer dann auf die Außenwand, auf die Außenfassade geraten. Von dort aus dann in die Dachhaut“, schilderte Kreisfeuerwehrsprecher Danny Barowka den Brandverlauf gegenüber der NRWZ.
Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte ein noch größerer Schaden verhindert werden. Während die Flammen von außen bekämpft wurden, führten Einsatzkräfte anschließend weitere Löscharbeiten im Gebäude durch. Zwischenzeitlich wurde die Drohneneinheit des Landkreises nachalarmiert, um die Dachhaut aus der Luft auf verbliebene Glutnester zu kontrollieren.
Unter der Leitung von Schrambergs Stadtbrandmeister Patrick Wöhrle waren insgesamt 63 Feuerwehrangehörige mit 14 Fahrzeugen im Einsatz. Beteiligt waren die Feuerwehren Schramberg, Sulgen, Waldmössingen und Heiligenbronn. Unterstützt wurden sie von der Zentralen Feuerwehrwerkstatt Sulgen, die den Abrollbehälter Atemschutz an die Einsatzstelle brachte. Die Einsatzleitung lag bei Stadtbrandmeister Patrick Wöhrle. Als Stellvertreter des Kreisbrandmeisters war Markus Fehrenbacher vor Ort.

Der Rettungsdienst war mit vier Einsatzkräften sowie dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, Thomas Reindl, vor Ort. Zunächst war unklar, ob sich noch Personen im Gebäude befanden. Diese Sorge bestätigte sich glücklicherweise nicht. „Es waren alle raus aus dem Gebäude“, sagte Reindl der NRWZ. Verletzt wurde niemand.
Nach Abschluss der Löscharbeiten rückten die Feuerwehrkräfte wieder ab und übergaben die Einsatzstelle an die Polizei. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Konstanz geriet das Fahrzeug aus bislang unbekannter Ursache in Brand. Der entstandene Gesamtschaden wird auf etwa 120.000 Euro geschätzt.
Auch Schrambergs Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr machte sich vor Ort ein Bild der Lage. Da das Wohnhaus vorerst nicht bewohnbar ist, stellte die Stadt Schramberg den Betroffenen eine Notunterkunft zur Verfügung.
