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In eigener Sache: Warum wir die Bezahlschranke wieder hochziehen

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Lesezeit 4 Min.

Die meisten Artikel auf NRWZ.de sind künftig 48 Stunden lang NRWZ.de+-Mitgliedern vorbehalten – wer das Fenster schließt, liest vorerst trotzdem weiter.

Liebe Leserinnen und Leser,

Sie werden es in den nächsten Tagen bemerken: Wenn Sie auf NRWZ.de einen Artikel öffnen, legt sich ein Hinweisfenster darüber. Wir bitten Sie darin um Unterstützung. Ich möchte Ihnen erklären, warum wir das tun – und was das konkret bedeutet.

Was sich ändert

Die meisten unserer Artikel stehen ab sofort für 48 Stunden hinter einer Bezahlschranke. Nach zwei Tagen sind sie dauerhaft und für alle frei zugänglich. Wer NRWZ.de+ nutzt, liest sofort und ohne Unterbrechung weiter.

Frei bleiben, und zwar von Anfang an: Warnmeldungen und wichtige Servicestrecken. Wenn es in der Region brennt, wenn eine Straße gesperrt ist, wenn eine Warnung die Menschen hier erreichen muss, dann steht zwischen dieser Information und Ihnen keine Schranke. Das war für uns nie eine Frage.

Und noch etwas ist wichtig: Sie können das Fenster derzeit einfach schließen. Dann kommen Sie auch ohne Abo an den Artikel. Das ist bewusst so eingerichtet. Wir wollten diesen Schritt nicht mit einer verschlossenen Tür beginnen, sondern mit einer Bitte. Ich sage aber auch offen: Wir behalten uns vor, diese Schließen-Funktion abzuschalten, wenn es anders nicht geht.

Warum wir das tun

Die wirtschaftliche Lage ist schlecht – das spüren Sie in Ihrem Alltag, und wir spüren es in unserer Bilanz. Unternehmen sparen, und sie sparen zuerst an der Werbung. Unsere Werbeeinnahmen gehen zurück. Gleichzeitig gehen auch unsere Abonnentenzahlen zurück, weil viele Menschen gerade jede laufende Ausgabe prüfen. Ich verstehe das, und ich nehme es niemandem übel.

Bemerkenswert ist: Gelesen werden wir mehr denn je. Die Zahl der Nutzerinnen und Nutzer steigt. Das ist die Nachricht, über die ich mich freue – und zugleich der Punkt, an dem es klemmt. Denn mehr Reichweite bedeutet nicht automatisch mehr Einnahmen. Sie bedeutet erst einmal: mehr Serverlast, mehr Technik, mehr Arbeit.

Jeder Artikel, den Sie hier lesen, kostet etwas. Er kostet die Fahrt zum Einsatzort, die Stunden im Gemeinderat, das Telefonat, das nachgehakt hat, die Recherche, die am Ende vielleicht ergibt, dass die Geschichte nicht stimmt. Er kostet Fotografie, Redaktion, Technik. Das alles ist nicht selbstverständlich, auch wenn es auf dem Bildschirm mühelos aussieht.

Wir wollen keinen Gewinn maximieren. Wir wollen den Betrieb weiterhin positiv finanzieren – so, dass wir auch nächstes Jahr und übernächstes Jahr da sind, wenn in Rottweil, Schramberg, Oberndorf oder anderswo im Landkreis etwas passiert. Dafür braucht es ein zweites Standbein neben der Werbung. Dieses zweite Standbein sind Sie.

Was Sie tun können

Wenn Sie es sich leisten können und NRWZ.de für Sie einen Wert hat: Werden Sie Mitglied bei NRWZ.de+. Ein Abo kostet 5,50 Euro im Monat. Sie lesen dann nahezu werbefrei, kommen sofort an alle Artikel – und Sie sorgen dafür, dass es diese Redaktion weiterhin gibt. Für Familien, Freundeskreise, Unternehmen und Behörden gibt es eigene Pakete. Dreißig Tage lang können Sie alles kostenlos testen.

Wenn Sie es sich gerade nicht leisten können: Schließen Sie das Fenster und lesen Sie weiter. Auch dafür ist die Funktion da.

NRWZ.de+ – Ihr Beitrag für den Lokaljournalismus

Für 5,50 Euro im Monat: sofortiger Zugriff auf alle Artikel, nahezu werbefreies Lesen, keine 48-Stunden-Wartezeit. Pakete für Familien, Freunde und Unternehmen gibt es ebenfalls. Die ersten 30 Tage sind kostenlos.

Sollten Sie Fragen haben oder Ärger mit der neuen Schranke: Schreiben Sie mir. Ich lese jede Zuschrift.

Ihr Peter Arnegger
Chefredakteur und Geschäftsführer

E-Mail: peter.arnegger@NRWZ.de

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