E-Auto-Förderung: Welche Modelle es für wenig Geld gibt

Staatliche E-Auto-Förderung 2026: So günstig kommen Familien und Pendler jetzt an den passenden Stromer.

Autor / Quelle:
Lesezeit 8 Min.
© ACE LENKRAD/Tschovikov

Mit dem neuen, sozial gestaffelten Förderprogramm für E-Autos kehrt 2026 eine staatliche Unterstützung zurück, die vor allem Haushalten mit mittleren und niedrigeren Einkommen den Umstieg auf klimafreundlichere Fahrzeuge erleichtern soll. Gefördert werden nicht nur reine Elektroautos, sondern auch weitere Antriebsarten wie etwa Plug-in-Hybride. Durch die Kombination aus staatlicher Prämie und freiwilligem Herstellerboni sind derzeit je nach Modell und Ausstattung sogar vollelektrische Neuwagen für unter 6.000 Euro erhältlich. Der ACE Auto Club Europa zeigt, welche Modelle aktuell ein besonders attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Die eigenen Anforderungen kennen

Nicht jedes Elektroauto passt zu jedem Alltag, aber für viele Nutzungsprofile ist der Einstieg sehr gut machbar. Im Alltag fahren die meisten Menschen weniger als 40 Kilometer pro Tag. Für dieses Nutzungsprofil reicht ein kleiner Akku und eine geringe Ladeleistung oft aus. Der Ladeort bleibt dabei ein Schlüsselfaktor: Wer zu Hause oder günstig am Arbeitsplatz laden kann, spart am meisten Geld gegenüber Verbrennern und kommt im Alltag ganz ohne öffentliche Ladesäule aus. Muss überwiegend öffentlich geladen werden, bestimmen Tarife und Verfügbarkeit die Kosten deutlich mit, weshalb sich gerade bei regelmäßiger Nutzung ein Ladetarif mit Grundgebühr lohnen kann.

Gleichzeitig sollten zwei Punkte bei besonders günstigen Einstiegsmodellen nicht übersehen werden. Schnellladen ist nicht immer Serie, teils ist die Funktion nur gegen Aufpreis oder erst in höheren Ausstattungslinien verfügbar. Außerdem bieten die günstigen Einstiegsmodelle oft nur geringe Reichweiten, besonders im Winter. Je nach Fahrzeug und Nutzung, zum Beispiel bei einem hohen Anteil an Kurzstrecken, liegen die Reichweiten dann 30 bis 50 Prozent unter der offiziellen Angabe nach WLTP-Prüfnorm, wonach in einem einheitlichen Verfahren die Reichweite unter Laborbedingungen ermittelt wurde. Wer regelmäßig weitere Strecken fährt, sollte deshalb vor allem auf ausreichende Reichweite und eine vorhandene Schnellladefunktion achten. Viele sehr günstige Stadtmodelle sind für kurze Strecken ausgelegt und weniger für regelmäßige Fahrten über 200 Kilometer.

E-Autos für den kleinen Geldbeutel

Für den Stadtverkehr, kurze Pendelstrecken oder als Zweitwagen sind aktuell vor allem sechs Modelle besonders günstig: Dacia Spring, Citroën ë-C3, Leapmotor T03, BYD Dolphin Surf, Hyundai Inster und Fiat 500 oder Grande Panda. Sie punkten mit niedrigen Einstiegspreisen, kompakten Maßen und meist vier oder fünf Türen. Gleichzeitig bringen sie aber typische Einschränkungen für Elektro-Kleinstwagen mit: geringere Reichweiten, langsameres Laden und Schnellladen teils nur gegen Aufpreis oder in höheren Ausstattungslinien. Für die Stadt reicht das häufig aus, für regelmäßige Mittel- oder Langstrecken sind diese Fahrzeuge meist nur bedingt geeignet. Die preisliche Bandbreite innerhalb dieser Gruppe zeigt zugleich, wie stark Ausstattung und Konditionen den Endpreis beeinflussen:

Einstiegspreise mit maximaler Förderprämie und möglicher Herstellerboni (nach Preis sortiert):

 Endpreis abHersteller-bonus (max.)Staatliche Förderung (max.)Listen-preis abAkku-größeLadeleis-tungWLTP-Reichweite 
Dacia Spring5.9005.0006.00016.90026,83,7/Aufpreis221 
Citroën  ë-C37.9006.0006.00019.90030,07,4/Aufpreis212 
Leapmotor   T0312.9006.00018.90037,36,6/45265 
Fiat 50018.9906.00024.99021,311/50190 
Fiat GrandePanda18.9906.00024.99043,811/100320 

Kompakte Modelle mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis

Besonders günstig sind aktuell auch die Kompaktklasse-Modelle von Citroen und VW: Citroën ë-C4 und VW ID.3 bilden eine Art Brücke zwischen günstigen Stadtstromern und größeren und langstreckentauglichen Modellen. Sie bieten spürbar mehr Platz und Komfort als die Kleinstwagenklasse und können je nach Fahrprofil bereits als familientauglicher Erstwagen funktionieren. Mit Renault R4, R5 und Leapmotor B10 gibt es mittlerweile, maximale staatliche Förderung vorausgesetzt, einige Modelle unter 25.000 Euro. Auch der Ford Puma Gen-E liegt nur knapp darüber.

Einstiegspreise mit maximaler Förderprämie und möglicher Herstellerboni (nach Preis sortiert):

 Endpreis abHersteller-bonus (max.)Staatliche Förderung (max.)Listen-preis (ab)Akku-größeLadelei-stungWLTP-Reichweite 
Citroënë-C419.9006.0006.00031.90045,011/100354 
Mini Cooper21.2006.00027.20036,611/75300 
Nissan Micra21.990  6.00027.99040,011/100317 
Renault R522.0006.00028.00040,011/80307 
Opel Frontera22.9906.00028.99044,011/100307 
Renault R423.5006.00029.50040,011/80308 
Mini Aceman22.7006.00028.70038,511/75309 
VW ID.323.3304.0006.00033.30052,07,2/145388 
Leapmotor B1023.9006.00029.90056,211/140361 
Ford PumaGen-E25.9005.0006.00036.90043,011/100376 

Familientaugliche E-Autos mit Förderung schon für unter 30.000 Euro

Wer als Familie mehr Platz benötigt oder regelmäßig längere Strecken fährt, sollte andere Modelle in den Fokus nehmen: etwa Citroën ë-C5 Aircross, Ford Explorer, VW ID.4, Kia EV4 sowie Tesla Model 3 und Y. In dieser Fahrzeugklasse sind Reichweiten und Ladeleistungen in der Regel deutlich größer, die Einstiegspreise ohne Förderung mit etwa 40.000 bis 50.000 Euro jedoch ebenfalls. Je nach Förderung beginnen die Preise jetzt jedoch bereits unter 30.000 Euro. Da sie mehr Platz und Kofferraum bieten und für längere Strecken deutlich größere Reichweitenreserven haben sowie schneller Laden können, eignen sich diese Modelle als vollwertiger Erstwagen auch für Familien.

Einstiegspreise mit maximaler Förderprämie und möglicher Herstellerboni (nach Preis sortiert):

 Endpreis abHersteller-bonus (max.)Staatliche Förderung (max.)Listen-preis abAkku-größeLade-leistungWLTP-Reichweite 
Togg T10F/T10X28.2956.00034.29552,411/180335/314 
Ford Explorer28.9005.0006.00039.90052,011/145378 
VW ID.430.3354.0006.00040.33552,011/50364 
Citroën ë-  C5 Aircross30.5906.0006.00042.59073,011/160520 
Tesla Model 330.9906.00036.99060,011/170520 
Ford Capri31.4005.0006.00042.40052,011/145393 
Kia EV431.5906.00037.59058,311/101440 
Hyundai Kona31.9906.00037.99049,011/74380 
VW ID.532.9704.0006.00042.97052,011/145371 
Honda e:Ny132.9906.00038.99062,811/78412 
Tesla Model Y33.9906.00039.99060,011/175534 

Kostenvergleich lohnt sich: E-Neuwagen teilweise günstiger als Verbrenner

Unterm Strich zeigt die neue Förderung vor allem eines: Ein vollelektrischer Neuwagen ist nicht mehr automatisch teuer oder teurer als ein Verbrenner. Das gilt zum Beispiel bei den vorgestellten Fahrzeugen für den Vergleich VW Golf und ID.3 oder auch Ford Kuga und Explorer. Besonders im Stadt- und Zweitwagen-Segment kann die Kombination aus Förderung und Marktpreisen den Einstieg drastisch erleichtern – sofern Reichweite, Ladeleistung und Ladeumfeld zum Alltag passen.

ACE-Tipp: Schnell sein lohnt sich. Denn die staatliche Förderung kann ab voraussichtlich Mai und rückwirkend zum 1. Januar 2026 beantragt werden. Der Fördertopf umfasst drei Milliarden Euro und soll für ungefähr 800.000 Autos reichen. Gleichzeitig ist offen, wie lange Hersteller ihre teils hohen Rabatte aufrechterhalten. Wer bereits ein konkretes Modell ins Auge gefasst hat, sollte die Konditionen deshalb frühzeitig prüfen und nicht zu lange warten.

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertet
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen