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Heizspiegel 2026: Gas und Pellets wieder deutlich teurer – wo Haushalte jetzt sparen können

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Heizspiegel 2026, Mann sitzt mit einer Rechnung besorgt vor einer Heizung. Foto: co2online, Daniel Ingold | Westend61

Heizen hat 2025 wieder mehr gekostet, vor allem mit Erdgas und Holzpellets. Das zeigt der neue Heizspiegel für Deutschland. Für 2026 erwarten die Autoren bei Öl und Pellets weitere Preissprünge – und sehen bei neun von zehn Haushalten Sparpotenzial.

Mit Beginn der Heizsaison stellt sich auch im Kreis Rottweil wieder die Frage, was die warme Wohnung in diesem Winter kostet. Eine Orientierung liefert der Heizspiegel für Deutschland 2026. Herausgeber sind die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online, der Deutsche Mieterbund und der Bauherren-Schutzbund. Grundlage sind nach Angaben von co2online zehntausende Heizkostenabrechnungen.

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Grafik: co2online.de / Heizspiegel 2026, Lizenz CC BY-NC-ND 4.0

So teuer war Heizen 2025

Nach zwei Jahren der Entspannung sind die Heizkosten im Abrechnungsjahr 2025 wieder gestiegen. Als Gründe nennen die Herausgeber höhere Preise einzelner Energieträger und den kälteren Winter. Für eine durchschnittliche 70 Quadratmeter große Wohnung in einem Mehrfamilienhaus mit Gasheizung fielen demnach rund 1170 Euro an, 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Wer mit Holzpellets heizte, zahlte rund 735 Euro, ein Plus von 20 Prozent. Mit Fernwärme waren es rund 1295 Euro, 6 Prozent mehr. Heizöl blieb mit rund 1030 Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Am günstigsten heizten Haushalte mit Wärmepumpe: Sie zahlten rund 715 Euro, 5 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern liegen die Beträge deutlich höher. Mit Gas kostete das Heizen 2025 rund 2040 Euro, 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Mit Öl waren es rund 2145 Euro, mit Holzpellets rund 1415 Euro (plus 24 Prozent) und mit einer Wärmepumpe rund 1260 Euro.

Öl und Pellets: Prognose sieht deutliche Aufschläge

Für das laufende Jahr erwartet co2online ein gemischtes Bild. Beim Gas könnten niedrige Einkaufspreise zu Jahresbeginn und der Wegfall der Gasspeicherumlage die Kosten im Jahresschnitt leicht senken: für die Musterwohnung um 4 Prozent auf rund 1120 Euro, im Einfamilienhaus auf rund 1930 Euro. Die Herausgeber weisen aber darauf hin, dass zuletzt gestiegene Großhandelspreise mit Verzögerung bei den Verbrauchern ankommen. Das könnte die Gaskosten Ende 2026 oder 2027 wieder steigen lassen.

Bei Heizöl rechnet co2online für die Wohnung mit einem Anstieg um 24 Prozent auf rund 1275 Euro, im Einfamilienhaus sogar um 28 Prozent auf rund 2745 Euro. Auch Holzpellets dürften erneut deutlich teurer werden: in der Wohnung um 17 Prozent auf rund 860 Euro, im Einfamilienhaus um 23 Prozent auf rund 1740 Euro. Bei Fernwärme und Wärmepumpe erwarten die Herausgeber nur leichte Anstiege um 1 beziehungsweise 3 Prozent.

Langfristig halten die Herausgeber fossile Heizungen für das größere Kostenrisiko. Nach ihrer Prognose könnten sich die Heizkosten für Gas- und Ölheizungen bis 2045 mehr als verdoppeln. Gründe sind unter anderem steigende CO₂-Kosten und höhere Netzentgelte. Das ist eine Modellrechnung, keine feststehende Entwicklung.

Wie viel sich sparen lässt

Laut Heizspiegel haben rund 90 Prozent der Haushalte noch Sparpotenzial. In einer Wohnung beziffert co2online es im Schnitt auf rund 465 Euro im Jahr, im Einfamilienhaus auf rund 1000 Euro. Schon richtiges Heizen und Lüften sowie ein sparsamerer Umgang mit Warmwasser können den Verbrauch den Angaben zufolge um bis zu zehn Prozent senken. Mehr bringen die Optimierung der Heizungsanlage, Dämmung oder ein Wechsel auf ein erneuerbares Heizsystem.

Der Mieterbund fordert gesetzliche Regeln, die Mieterhaushalte vor stark steigenden Heizkosten schützen. Der Bauherren-Schutzbund rät Eigentümern, beim Heizungstausch nicht nur auf die Anschaffung, sondern auch auf Betriebs- und Wartungskosten zu achten.

Ob die eigene Abrechnung im Rahmen liegt, lässt sich mit dem kostenlosen Heizcheck auf co2online.de/heizspiegel prüfen. Dafür braucht man die Daten aus der Heizkostenabrechnung. Unabhängige Beratung zu Heizung und Sanierung bietet unter anderem die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg an.

Im Kreis Rottweil berät die Klimaschutz- und Energieagentur Region Schwarzwald-Baar-Heuberg in ihrer Niederlassung in der Steinhauserstraße 18 in Rottweil. Termine gibt es unter Telefon 0741 3203987-0 oder per E-Mail an info@klea-sbh.de.

Autor / Quelle:NRWZ-Redaktion
Unter dem Label NRWZ-Redaktion beziehungsweise NRWZ-Redaktion Schramberg veröffentlichen wir Beiträge aus der Feder eines der Redakteure der NRWZ. Sie sind von allgemeiner, nachrichtlicher Natur und keine Autorenbeiträge im eigentlichen Sinne.Die Redaktion erreichen Sie unter redaktion@NRWZ.de beziehungsweise schramberg@NRWZ.de
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