Benachrichtigung

Glücksgefühle für den Minister

Ministerbesuch in Rottweil: Thomas Strobl (4. von links) mit der Verwaltungsspitze und Gemeinderäten von Rottweil, dem Konstanzer Polizeipräsidenten Gerold Sigg (links), Landrat Wolf-Rüdiger Michel, den Landtagsabgeordneten Stefan Teufel und Daniel Karrais sowie dem Leiter der Führungsgruppe der Kriminalpolizeidirektion Rottweil, Markus Walter (5. von links). Foto: wede
Autor / Quelle:
Lesezeit 2 Min.

„Dieses Jahr wird er nicht mehr fertig“ – Thomas Strobl wollte nicht zu viel versprechen. Ein gut gelaunter und braun gebrannter Innenminister besuchte heute Nachmittag den Neubau der Kriminaldirektion an der Rottweiler Kaiserstraße.

Sechs Millionen Euro habe das Land für diesen Erweiterungsbau in den Haushalt eingesetzt, lobte Strobl. Diese Investition falle in eine Phase konjunktureller Schwäche, so kämen Handwerker und Familienbetriebe auch ökonomisch gut durch die Krise. Fertig werde der Erweiterungsbau übernächstes Jahr.

„Sie leben auch in einem der sichersten Orte“, betonte der stellvertretende Ministerpräsident und bezog sich dabei auf die zurückgehende Kriminalität und die steigende Aufklärungsquote. Einzig die Angriffe auf Rettungskräfte nähmen zu. „Wer Polizisten angreift, greift uns alle an“, sagte Strobl, der auch für die Polizei zuständige Minister, schloss auch die anderen Rettungskräfte mit ein.

Wichtig sei auch die Gewinnung des Nachwuchses für die Polizei. In einer Umfrage nach dem beliebtesten Arbeitgeber hätten sich jüngst die befragten jungen Menschen nicht für Daimler oder Adidas ausgesprochen, sondern für die Polizei. „Das löst Glücksgefühle beim Innenminister aus“, sagte Strobl. Immer noch gebe es mehr Bewerber als Stellen.

Als Bekenntnis des Landes zum Standort Rottweil werteten Landrat Wolf-Rüdiger Michel und Oberbürgermeister Ralf Broß den Bau. Bei der Polizeireform habe Rottweil zwar erst die Polizeidirektion verloren und dann das nahe gelegene Tuttlingen als Standort des Präsidiums, sagte Broß. Aber dafür habe Rottweil die Kriminalpolizei behalten, „wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“.

Broß gab dem Minister gleich noch etwas auf den Weg: Zwar komme das Land bei den Stellplätzen auf dem Gelände seiner Pflicht nach. Er wünsche sich aber, dass auf dem Areal noch weitere Parkplätze geschaffen werden, Bedarf sei da.

Autor / Quelle:Wolf-Dieter Bojus
... war 2004 Mitbegründer der NRWZ und deren erster Redakteur. Mehr über ihn auf unserer Autoren-Seite.

Danke, dass Sie die NRWZ lesen.

NRWZ.de ist kostenlos. Damit das so bleibt, brauchen wir Werbeeinnahmen — die funktionieren besser mit Ihrer Einwilligung. Nutzen Sie NRWZ kostenlos mit Werbung oder unterstützen Sie unsere Redaktion mit einer Steady-Mitgliedschaft und lesen dafür werbefrei.

Kostenlos mit Werbung

Der kostenlose Zugang wird durch Werbung finanziert. Dafür bitten wir um Ihre Einwilligung in die dafür notwendigen Cookies und Dienste.

Bereits Mitglied? Dann können Sie sich direkt einloggen:

Werbefrei mit Steady

Mit Steady unterstützen Sie unabhängigen Lokaljournalismus aus der Region und lesen NRWZ ohne Werbung*.

*Frei von Werbung über die externen Anbieter Google und Taboola. Lokale Werbung zeigen wir im Interesse unserer Direktkunden weiterhin an.

Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und im Impressum.