Aldi in Rottweil.

Aldi in Rott­weil möch­te erwei­tern. Und zwar von 980 auf nun­mehr 1150 Qua­drat­me­ter Ver­kaufs­flä­che (wir haben berich­tet). Dazu ist ein Umzug an einen neu­en Stand­ort auf der Sali­ne nötig. Die Stadt möch­te dafür den Weg frei machen – und zugleich ver­hin­dern, dass ein wei­te­rer Lebens­mit­tel­markt an den alten Aldi-Stand­ort kommt.

Frei­flä­che: Hier will Aldi bau­en. Fotos: gg

Das neue Aldi-Grund­stück liegt ein wenig wei­ter süd­lich des bis­he­ri­gen, zwi­schen dem neu­en BHG-Auto­haus und der MAG Euba­ma. Die Ver­wal­tung will dem Gemein­de­rat am Mitt­woch einen Bebau­ungs­plan vor­le­gen, der ein „Son­der­ge­biet Lebens­mit­tel­markt” aus­weist. Das bedeu­tet, dass genau das und nichts ande­res zu bau­en dort zuläs­sig sein wird: „ein groß­flä­chi­ger Lebens­mit­tel­markt sowie die für des­sen Betrieb not­wen­di­gen Neben­an­la­gen”, wie es im Bebau­ungs­plan hei­ßen soll. Den soll der Gemein­de­rat am Mitt­woch beschlie­ßen.

Zugleich will die Stadt aus­schlie­ßen, dass an den bis­he­ri­gen Aldi-Stand­ort ein ande­rer Lebens­mit­tel­markt kommt. Ein Net­to, Plus, Nor­ma, Lidl und so wei­ter. Dort soll, wie ein wei­te­rer zu beschlie­ßen­der Bebau­ungs­plan es fest­legt, kein Lebens­mit­tel­markt, kei­ne Gast­stät­te, kein Hotel und kei­ne Lager­stät­te mög­lich sein. Auch kei­ne Apo­the­ke und kein Dro­ge­rie­markt, kein Markt für Spiel­wa­ren und kei­ner für Musik­in­stru­men­te.

Was erlaubt wird, sind etwa ein Elek­tro­markt aus­schließ­lich für Groß­ge­rä­te wie Wasch­ma­schi­nen und Trock­ner, ein Sport- und Cam­ping­markt für Groß­ge­rä­te und Cam­ping­mö­bel, ein Bau­markt, der aber kei­ne Beleuch­tungs­ar­ti­kel füh­ren darf, ein Geschäft für zoo­lo­gi­schen Bedarf und leben­de Tie­re und ein Wohn­mö­bel-Markt. 

Alles ande­re wird für nah­ver­sor­gungs- bezie­hungs­wei­se zen­tren­re­le­vant gehal­ten, ist in der Stadt schon vor­han­den und wird von der Ver­wal­tung ent­spre­chend geschützt.

Aldi und das bestehen­de Kauf­land-Ein­kaufs­zen­trum hält die Stadt­ver­wal­tung für „ein wich­ti­ges Ver­sor­gungs­zen­trum für die Bevöl­ke­rung im süd­li­chen Bereich der Stadt Rott­weil.” Es gel­te, das Ange­bot auch lang­fris­tig attrak­tiv zu hal­ten. Das Ein­kaufs­zen­trum hat im Novem­ber nach einem Neu­bau eröff­net, nun ist Aldi dran.

Auch dem Dis­coun­ter macht die Stadt Vor­schrif­ten. Er darf natür­lich das typi­sche Aldi-Sor­ti­ment aus Lebens­mit­teln, Dro­ge­rie­ar­ti­keln, Blu­men und Pflan­zen füh­ren. Dar­über hin­aus dür­fen aber etwa Arti­kel aus den Berei­chen Beklei­dung, Augen­op­tik, Schu­he und Leder­wa­ren, Bücher und Fach­zeit­schrif­ten, Schreib- und Papier­wa­ren, Elek­tro­ar­ti­kel und dem Bereich Bau­markt nur maxi­mal zehn Pro­zent der Ver­kaufs­flä­che aus­ma­chen. 

Die bei­den Bebau­ungs­plä­ne haben seit Ende ver­gan­ge­nen Jah­res öffent­lich aus­ge­le­gen, Ein­wen­dun­gen sind laut Stadt­ver­wal­tung kaum ein­ge­gan­gen. Die Ver­kaufs­flä­chen­zahl des neu­en Aldi-Mark­tes wur­de mitt­ler­wei­le um ein paar Qua­drat­me­ter nach unten geän­dert. 

Den Auf­wand zahlt übri­gens der Inves­tor, Aldi. Ein ent­spre­chen­der städ­te­bau­li­cher Ver­trag, so die Ver­wal­tung, reg­le das.