Württembergischer Fußball-Pokal, zweite Runde: SV Zimmern – SSV Reutlingen 1:4 (0:2).
Es wurde dann doch noch ein standesgemäßes Ergebnis gegen den Oberligisten. Aber der SV Zimmern schlug sich im WFV-Pokalspiel wacker. Er hatte in der zweiten Halbzeit durchaus Chancen zumindest zum Ausgleich. Und so waren dann auch alle zufrieden – die Reutlinger über ihren Sieg. Und die Zimmener, weil sie dem eigentlich überlegenen Gegner die Stirn geboten hatten.
Am Anfang allerdings, da spielte vor allem die Gäste-Mannschaft, und der SZV konzentrierte sich aufs Verteidigen. So dauerte es bis zur 26. Minute, bis der SVZ zum ersten Mal den Reutlinger Torhüter Marcel Binanzer zu einer Parade zwang. Da stand es bereits 2:0 für die Gäste. Und das keinesfalls unverdient – die Zimmerner hatten es ihrem Schlussmann Chris Fast zu verdanken, dass sie nicht noch höher zurücklagen. Er wehrte vor dem 0:1 den ersten Schuss ab, doch gegen den Nachschuss von Marlon Gangloff war er machtlos (8. Minute). Und das 0:2 erzielte Yannick Toth aus zwei Metern.



Dann, in der Tat, kamen die Gastgeber dreimal gefährlich vor den gegnerischen Kasten. Aber Zählbares sprang nicht heraus. Jedenfalls bis zur Halbzeitpause.
Zweite Halbzeit
Nach der Pause brachte Gästetrainer Alexander Strehmel, der in seiner aktiven Zeit ein paar Jahre beim VfB Stuttgart spielte, gleich vier neue Spieler. Und es schien so, als sei dies der Start für die Zimmerner Aufholjagd. Kaum drei Minuten waren gespielt, schon stand es 1:2. Torjäger Stefan Mutapcic hatte zugeschlagen.

Es folgten innerhalb von wenigen Minuten zwei Szenen, die beide mit etwas Glück zu einem Treffer hätten führen können. In der 62. Minute des Spiels lag der Ball im Reutlinger Tor – doch Schiedsrichter Vincent Schöller hatte zuvor abgepfiffen. Und der kurz zuvor eingewechselte Marius Helmke schoss in der 67. Minute auf Zuspiel von Mutapcic knapp neben das gegnerische Gehäuse.
Und dann, nur eine Minute später, fiel das 1:3 nach einem schnellen Angriff durch Oskar Prokopchuk. Damit war das Spiel entschieden. Das 4:1 durch Johannes Wally kurz vor dem Abpfiff war noch Ergebnis-Kosmetik. Die Niederlage war in dieser Höhe sicher unverdient.

Immerhin 400 Zuschauer hatten das Spiel gesehen. Und gehört. Denn der Fanblock der Gäste, vielleicht 80 Leute, sang fast ununterbrochen, feuerte seine Mannschaft an. Und brachte so zusätzliche Fußball-Stimmung auf den Zimmerner Platz.






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