Landrat Christoph Keckeisen hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg zu einem Antrittsbesuch getroffen. Auf der Tagesordnung standen Verkehrsprojekte, die Zukunft der Hochschulstandorte und die Frage, wie schnell die Kreisverwaltung Unternehmen bei Investitionen begleitet. Konkrete Vorhaben oder Zusagen nannten beide Seiten nach dem Treffen nicht.
Keckeisen ist seit dem 15. Mai 2026 Landrat des Landkreises Rottweil. Der Kreistag hatte ihn im März mit 39 von 43 Stimmen gewählt; zuvor war er Erster Landesbeamter im Bodenseekreis. Er folgte auf Wolf-Rüdiger Michel, der nach 24 Jahren im Amt Ende April in den Ruhestand gegangen war.
Gesprächspartner auf Kammerseite waren IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos, Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez und dessen Stellvertreter Philipp Hilsenbek. Die IHK vertritt Unternehmen in den Landkreisen Rottweil, Schwarzwald-Baar und Tuttlingen.
IHK verweist auf Verkehrswege und Genehmigungen
Nach Darstellung der Kammer brauche der industriell geprägte Mittelstand in der Region verlässliche Rahmenbedingungen, leistungsfähige Verkehrswege und eine Verwaltung, „die Chancen ermöglicht, statt Hürden aufzubauen“, wird Hakenjos in der Mitteilung der IHK zitiert. Für einen ländlich geprägten Industriestandort seien Investitionen in Infrastruktur und Bildung zentral.
Dazu zählt die Kammer auch die Hochschullandschaft: Die Hochschule Furtwangen und der Campus Rottweil seien wichtig, um Fachkräfte in der Region zu halten. Welche konkreten Verkehrsprojekte gemeint sind, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Keckeisen: Verwaltung als „Ermöglichungsbehörde“
Der Landrat verwies auf Standortvorteile des Kreises – eine mittelständisch geprägte Wirtschaft, qualifizierte Fachkräfte und die Lebensqualität. „Unser Anspruch ist es, als Ermöglichungsbehörde zu handeln“, sagte Keckeisen laut Mitteilung. Unternehmen bräuchten verlässliche Ansprechpartner und eine Verwaltung, die gemeinsam nach Lösungen suche.
Regionale Infrastrukturprojekte dürften nicht isoliert betrachtet werden, sondern müssten einen Mehrwert für die gesamte Region schaffen. Landkreis und IHK wollen sich nach eigenen Angaben künftig regelmäßig austauschen.
Grundlage dieses Beitrags ist eine Mitteilung der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg. Sie enthält keine Angaben zu einzelnen Projekten, Zeitplänen oder Zuständigkeiten.
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