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Rottweil: Bürgerenergiepark Berner Feld startet offiziell

Die Photovoltaikanlage mit Speicher soll laut Genossenschaft ohne Subventionen auskommen und allein durch Mitgliederkapital finanziert werden.

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Rottweil – Die KlimaRegionRottweil eG hat den Vertrag für ihr erstes eigenes Großprojekt unterschrieben: den „Bürgerenergiepark Berner Feld“, eine Photovoltaikanlage mit Speicher. Die Unterzeichnung fiel auf den dritten Geburtstag der Genossenschaft am 5. Oktober. Finanziert werden soll das Projekt über zusätzliche Mitgliedsanteile und Nachrangdarlehen, nicht über Bankkredite. Dazu bietet der Vorstand am 7. und 12. November zwei Informationsveranstaltungen an.

Die KlimaRegionRottweil eG hat nach eigenen Angaben den Vertrag für ihr erstes eigenes Großprojekt unterzeichnet. Die Unterschrift fiel auf den 5. Oktober, den dritten Gründungstag der Genossenschaft. Geplant ist der „Bürgerenergiepark Berner Feld“, eine Photovoltaik-Freiflächenanlage mit Speicher. Nach Angaben der Genossenschaft wurden in den vergangenen drei Jahren vielfältige Erfahrungen gesammelt, zudem habe man sich finanziell und personell breit aufgestellt.

Nach Angaben der Genossenschaft soll die Anlage eine der ersten in der Region mit einem intelligenten, netzdienlichen Speichersystem werden. Im zugehörigen Umweltbericht seien 178.861 Ökopunkte erreicht worden. Die Genossenschaft wertet das als Beleg für eine positive Auswirkung des Projekts auf Tiere und Pflanzen.

Finanziert werden soll der Bürgerenergiepark laut Vorstand weitgehend durch die Mitglieder selbst, Rendite und Finanzierung sollen weitestmöglich in Bürgerhand bleiben. Bei einem Projekt dieser Größenordnung sammelt die Genossenschaft nach eigenen Angaben erstmals Fremdkapital ein. Anders als bei einem klassischen Unternehmen sollen dafür jedoch keine Bankkredite aufgenommen werden. Stattdessen können Mitglieder zusätzliche Genossenschaftsanteile erwerben oder Nachrangdarlehen zeichnen. Eine Information der Mitglieder darüber sei bereits erfolgt. Die Genossenschaft betont, dass das Projekt keine Belastung der Allgemeinheit durch Subventionen bedeute, sondern einen Beitrag zu Klimaschutz und Energiesicherheit in der Region leiste.

Der Bürgerenergiepark ist laut KlimaRegionRottweil nicht das erste Vorhaben der Genossenschaft. Bereits umgesetzt wurden demnach Photovoltaikanlagen mit Speicher auf einer Kita in Zimmern und auf dem Lehrschwimmbecken der Eichendorffschule. Im Auftrag der Stadt Rottweil betreibt die Genossenschaft zudem das „Terra-Preta“-Projekt, bei dem aus Grünschnitt Schwarzerde hergestellt und so ein Stoffkreislauf geschlossen wird. Außerdem ist die KlimaRegionRottweil eG nach eigenen Angaben Mitgesellschafterin des Solarfelds „Wildensteiner Höfe“ und konnte den dortigen Projektierern nach eigener Darstellung genau über die Schulter schauen. Weitere Projekte befänden sich in Prüfung oder Planung.

Die Genossenschaft gibt an, in Kürze die Marke von 500 Mitgliedern zu überschreiten; das Stammkapital werde dann rund eine Million Euro erreichen. Das werte der Vorstand als Zeichen der Akzeptanz, die sich die Genossenschaft erarbeitet habe.

Für Mitglieder und Interessierte an einer Mitgliedschaft sowie an der bürgerschaftlichen Finanzierung regionaler Energie- und Klimaschutzprojekte bietet der Vorstand zwei Informationsveranstaltungen an. Am Samstag, 7. November, wird um 15 Uhr vor Ort auf dem Berner Feld informiert. Am Donnerstag, 12. November, folgt um 18 Uhr eine Veranstaltung im Refektorium des Kapuziners. Dort sollen Projekt und Finanzierung erläutert und Fragen beantwortet werden.

Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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