Landkreis Rottweil und Stadt Schramberg weihen am heutigen Freitag, 28. August 2026, den Anbau am Feuerwehrgerätehaus Sulgen mit der Zentralen Feuerwehrwerkstatt ein – gemeinsam mit zwei neuen Fahrzeugen der Abteilung Sulgen.
Wenn es darauf ankommt, zählt jede Minute. Und jeder Quadratmeter, auf dem Material, Technik und Fahrzeuge einsatzbereit bereitstehen. Genau darum geht es beim Anbau an das Feuerwehrgerätehaus Sulgen, den der Landkreis Rottweil und die Stadt Schramberg am Freitag, 28. August 2026, offiziell einweihen. Seit Ende 2025 ist die Erweiterung fertiggestellt und bezogen – nun folgt der festliche Rahmen im Zuge des Sommerfestes der Sulgener Wehr.
Eine Sonderveröffentlichung der NRWZ mit freundlicher Unterstützung durch:





Der Anbau ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt: Landkreis und Stadt haben hier zusammen in die Feuerwehrinfrastruktur und in den Bevölkerungsschutz investiert. Die politischen Gremien beider Partner hatten zuvor die Grundlage für das gemeinsame Bauvorhaben geschaffen. Von den Baukosten in Höhe von rund 1,78 Millionen Euro trägt der Landkreis Rottweil zwei Drittel, die Stadt Schramberg übernimmt das verbleibende Drittel.
Sechs Boxen, ein klares Konzept
Herzstück der Erweiterung ist die vergrößerte Halle, die künftig als Logistikzentrum des Brand- und Katastrophenschutzes des Landkreises Rottweil dient. Nach dem Anbau stehen am Standort insgesamt sechs Boxen zur Verfügung – deutlich mehr Platz für Fahrzeuge, Schlauchwäsche, Materiallager und Sonderausrüstung. Für die Gesamtwehr Schramberg wie auch für die Zentrale Feuerwehrwerkstatt (ZFW) des Landkreises bedeutet das eine spürbare Erleichterung im Alltag: Beide Bereiche sind nun klar voneinander abgegrenzt, ohne die bewährte gute Nachbarschaft aufzugeben.
Untergebracht sind in Sulgen unter anderem ein Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter Atemschutz des Landkreises, ein Dekon-P-Fahrzeug für die Dekontamination von Personal, der neue CBRN-Erkunder des Bundes sowie ein mobiles Notstromaggregat des Brand- und Katastrophenschutzes.
Dazu kommt die Lager- und Logistikfunktion: In einem Schwerlast-Palettenregal finden Spezial- und Übungsmaterial ihren festen Platz. Vorgehalten wird Ausrüstung für sehr unterschiedliche Einsatzlagen – von Wald- und Flächenbränden über Hochwasser bis zu großflächigen Stromausfällen. Gelagert werden unter anderem Feldbetten, Schutzkleidung und Kraftstoff. Der Vorteil liegt auf der Hand: Bei größeren Schadenslagen ist das benötigte Material schnell verfügbar und muss nicht erst zusammengesucht werden.
Zwei neue Fahrzeuge für die Abteilung Sulgen
Neben dem Anbau stehen bei der Feier zwei Fahrzeuge im Mittelpunkt. Das neue HLF 20, ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, modernisiert den Fahrzeugbestand der Abteilung Sulgen und stärkt zugleich die Einsatzmöglichkeiten der Feuerwehr in der gesamten Stadt. Es ersetzt ein Fahrzeug aus dem Jahr 1997 und rückt künftig als erstes aus – zu Bränden, zu Verkehrsunfällen, aber auch zu Türöffnungen. An Bord ist alles, was dafür gebraucht wird: Atemschutz, Wärmebildkamera, Gasmessgerät, Löschwasser und Sprungpolster.
Hinzu kommt ein CBRN-Erkunder. Spüren, messen, melden – das sind seine Aufgaben, etwa bei Chemieunfällen oder nuklearen Gefahren. Das Fahrzeug erweitert die Möglichkeiten im Bevölkerungsschutz deutlich. Beschafft und finanziert wurde es vom Bund.
Die kirchliche Weihe des Anbaus und der Fahrzeuge übernehmen Pfarrer Markus Krimmer für die Evangelische Kirche und Gemeindereferentin Viola Schreiber für die Katholische Kirche.
Ein Bekenntnis zum Standort
Sulgen liegt verkehrlich günstig im Landkreis Rottweil – und ist damit ein wichtiger Stützpunkt für die überörtliche Zusammenarbeit der Feuerwehren. Die Erweiterung ist deshalb mehr als ein Bauprojekt: Sie ist ein klares Bekenntnis des Landkreises zum Standort Schramberg-Sulgen und zur Zentralen Feuerwehrwerkstatt, die von hier aus wichtige Aufgaben für alle Feuerwehren im Kreis übernimmt.
Mit der offiziellen Einweihung würdigen Landkreis und Stadt den Abschluss des Projekts – und seine Bedeutung für die Feuerwehren und den Bevölkerungsschutz in der Region.
Auf einen Blick
Feuerwehrgerätehaus Sulgen mit Zentraler Feuerwehrwerkstatt
- Gerätehaus: Bau 2014–2016, Einweihung im Juni 2016
- Erweiterung (Anbau): Ende 2025 fertiggestellt und bezugsfertig
- Einweihungsfest: Freitag, 28. August 2026
- Kosten: 1,78 Millionen Euro
- Finanzierung: Landkreis Rottweil zwei Drittel, Stadt Schramberg ein Drittel
- Kapazität: insgesamt sechs Boxen nach der Erweiterung
- Funktion: Logistikzentrum des Brand- und Katastrophenschutzes des Landkreises Rottweil
- Neue Fahrzeuge: HLF 20 (Stadt Schramberg) und CBRN-Erkunder (vom Bund beschafft und finanziert)
Text: Große Kreisstadt Schramberg / Landkreis Rottweil















