Was soll ich da bloß anziehen? Fedrahannes oder Gschell, oder Fransenkleidle oder doch ins Rössle? Diese Fragen stellten sich zahlreiche Kinder bei Besuchen in der Stube der Altstädter Kabiszunft.
Rottweil – Alljährlich lädt die Narrenzunft Rottweil-Altstadt Kinder der Römerschule, der Waldorfschule, der beiden örtlichen Kindergärten St. Pelagius und Hochmauren sowie des Kindergarten Göllsdorf und der dortigen Grundschule zu einer fasnachtlichen Stunde ein. 230 Kinder in zehn Gruppen erleben dabei die Rottweiler Fasnet quasi im Zeitraffer vom Abstauben an Dreikönig über den Schmotzigen und den Kindersonntag bis hin zu den historischen Narrensprüngen. Das gemeinsame Singen der alten Haischeverse gehört ebenso dazu wie Hinweise auf das Benehmen der Narren, vor allem auch auf das Gebot, die Larve vor dem Gesicht und nicht auf oder neben dem Kopf zu tragen.
Eine besondere Herausforderung für die Narrenzünftler um Eberhard Wucher, Helmut Sauter, Ernst Schmelzer, Reinhold Krug, Roland Vogel und weiteren Unterstützern war der Fragenkatalog, den sich die Klasse 3 der Waldorfschule im Vorfeld erarbeitet hatte. Derzeit wird dort das Thema „Handwerk“ intensiv beleuchtet und so prasselte es Fragen zur Herstellung der Narrenkleidle, zum notwendigen Werkzeug, zur Vorgehensweise bei der Beschaffung aller notwendigen Utensilien und zuletzt auch über die entstehenden Kosten. Nach Beantwortung vielfältiger Fragen und ausgiebigem Testen der Narrenkleidle hatten sich alle Anwesenden zum Abschluss die von der Zunft gestiftete Brezel redlich verdient.

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