Thomas Haas bleibt Bürgermeister von Schiltach. Bei der Wahl am Sonntag kam der Amtsinhaber auf 64,3 Prozent der Stimmen, sein Herausforderer Timmy Niehoff auf 34,3 Prozent. Für Haas ist es die vierte Amtszeit – erstmals seit 2002 musste er sich wieder einem Gegenkandidaten stellen.
Die Schiltacher haben sich für Kontinuität entschieden. Bei der Bürgermeisterwahl am Sonntag, 20. September, entfielen auf Amtsinhaber Thomas Haas nach Angaben aus Medienberichten 1142 Stimmen, das sind 64,3 Prozent. Herausforderer Timmy Niehoff kam auf 609 Stimmen oder 34,3 Prozent. Weitere 25 Stimmen entfielen auf nicht offiziell beworbene Kandidaten. Ein zweiter Wahlgang war damit nicht nötig.
Von den 2930 Wahlberechtigten gaben 61,1 Prozent ihre Stimme ab. Das ist deutlich mehr als bei den vergangenen beiden Bürgermeisterwahlen: 2018 lag die Beteiligung bei 41,53 Prozent, 2010 bei 43,9 Prozent. Damals war Haas jeweils ohne Gegenkandidat angetreten und hatte 94,02 beziehungsweise 98,40 Prozent erreicht. Die Zahl der Briefwähler lag diesmal bei 609, was die Auszählung verzögerte. Bürgermeisterstellvertreter Axel Rombach verkündete das Ergebnis laut Medienberichten gegen 19.11 Uhr vor dem Rathaus.
Haas zeigte sich erleichtert. „Es war ein intensiver Wahlkampf“, sagte er nach der Verkündung. Er sei froh, mit fast zwei Dritteln der Stimmen gewonnen zu haben, das sei nicht selbstverständlich. Schiltach habe viel Potenzial, das ausgeschöpft werden solle. Niehoff gratulierte seinem Kontrahenten noch am Wahlabend: „Ich gratuliere Thomas Haas zu seinem Wahlsieg, auch wenn ich mir natürlich ein anderes Ergebnis gewünscht habe.“
Der 62-jährige Haas ist seit 2002 im Amt. Der Diplom-Verwaltungswirt und Betriebswirt war zuvor Wirtschaftsförderer der Stadt Albstadt. Im Wahlkampf hatte er ein Bauprogramm für die kommenden acht Jahre in den Mittelpunkt gestellt: die Generalsanierung der Innenstadt nach Inbetriebnahme des Tunnels, das Wohnbaugebiet Vor Leubach, den Umbau der Grundschule zur Ganztagesschule sowie ein neues Feuerwehrhaus. Die neue Amtszeit läuft bis 2034.
Herausforderer Niehoff, 43 Jahre alt und seit rund zweieinhalb Jahren in Schiltach, hatte im Wahlkampf weniger auf Bauprojekte als auf einen Umbau der Verwaltungsarbeit gesetzt – unter anderem mit einer Anlaufstelle für Wohnen und Leerstand, einem digitalen Anliegenmanagement und einem „Stadtkümmerer“ fürs Städtle. Der Projektleiter eines Stuttgarter Automobilkonzerns war als unabhängiger Bewerber angetreten; nach eigenen Angaben ist er CSU-Mitglied. Beruflich arbeitet er wie bisher weiter.
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