In Sachen Car-Sharing und e-Mobility will die CDU im Schramberger Gemeinderat einen neuen Vorstoß starten. In einem Antrag fordert sie die Stadtverwaltung auf „gemeinsam mit den Stadtwerken ein tragfähiges Konzept für ein neues Car-sharing-Angebot zu erarbeiten und umzusetzen“. Außerdem verlangt die Fraktion, das Angebot an Ladesäulen in der Stadt solle „erheblich ausgebaut“ werden.
Schramberg. Die CDU erinnert in ihrem Antrag an die „gescheiterten Versuche“ mit dem Car Sharing. Zunächst hatte die Firma Twist Mobility ab Sommer 2020 in allen vier Stadtbezirken Elektro-Autos stationiert und als Car-Sharing vermietet.

Twist verkauft, Deer gescheitert
Doch 2023 mussten die Stadtwerke das Projekt beenden. Die EnBW hatte ihre Tochter Twist verkauft. Der Käufer Green mobility hatte dann sein Deutschlandgeschäft aufgegeben. Die vier Renault Zoe waren wieder weg. Dann kam Schamberg mit Deer ins Geschäft. Die Tochter der Stadtwerke Calw stellte E-Ups an die Ladesäulen. Doch auch dies endete wenige Monate später. Grund, so Deer, seien die extrem hohen Roaming-Gebühren gewesen, die die EnBW verlangt habe.
Deer wäre bereit gewesen, eigene Ladesäulen und Fahrzeuge bereitzustellen, vorausgesetzt die Stadt stelle kostenlose Parkplätze zur Verfügung, schreibt die CDU und bezieht sich dabei wohl auf den Bericht in der NRWZ.
Ein konkretes Angebot hierzu habe vorgelegen. Allerdings seien die Investitionen „in fünfstelliger Höhe je Ladesäule“ aus Sicht der Stadt nicht tragbar gewesen, zitiert die CDU den damaligen NRWZ-Bericht.
Keine Infos im Ausschuss
Der letzte Stand sei damals gewesen, dass die Stadtwerke und die Stadt Gespräche mit möglichen neuen Anbietern führen wollten. „Eine zugesagte Information über den aktuellen Sachstand im Ausschuss Umwelt und Technik (AUT) wurde erneut nicht auf die Tagesordnung gesetzt“, ärgert sich die CDU in ihrem Antrag.
„Angesichts der vorangegangenen gescheiterten Versuche und der anhaltenden Nachfrage in der Bevölkerung“ halte die CDU-Fraktion es für erforderlich, das Thema erneut aufzugreifen, schreiben Dominik Dieterle und Thomas Brantner: „Mit einem stabilen Carsharing-Angebot fördern wir umwelt-freundliche und nachhaltige Mobilität und tragen zur Verkehrswende bei.“
Neustart im Kreis
Im Landkreis Rottweil hätten im Oktober Aichhalden, Deißlingen, Dietingen, Dornhan, Dunningen, Hardt und Oberndorf zusammen mit Deer ein neues E-Carsharing-Netz auf den Weg gebracht. Zimmern und Rottweil böten bereits Standorte an.
Das zeige, dass funktionsfähige Carsharing-Lösungen im ländlichen Raum umsetzbar seien und kostengünstig funktionieren könnten, so die CDU abschließend.
Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr kündigte an, Deer solle “in einer der nächsten Sitzungen“ im Gremium über sein Konzept berichten.
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