Feuer in Deißlingen: Kripo ermittelt

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Nach einem Brandausbruch auf einer Terrasse eines Einfamilienhauses in Deißlingen ermittelt die Kriminalpolizei. Die Ursache für das Feuer sei unklar, die Ermittlungen würden in jede Richtung geführt, erfuhr die NRWZ vom Polizeipräsidium Konstanz. Die Feuerwehr Deißlingen war im Vollalarm. Allerdings aus Gründen der Pfingstferien.

Update, die Polizei berichtet wie folgt: Ein Holzlager auf einer Terrasse und die Hausfassade eines Wohnhauses in der Bittelbrunnenstraße sind am Montagnachmittag in Brand geraten. Die Feuerwehr Deißlingen rückte zur Brandbekämpfung mit fünf Fahrzeugen und 30 Einsatzkräften aus und löschte den Brand in kurzer Zeit. Auch der Rettungsdienst und der Notarzt kamen mit zwei Fahrzeugen vor Ort.

Wie die Polizei bei den ersten Ermittlungen feststellte, geriet wahrscheinlich der Holzstapel durch eine Zigarettenglut in Brand, die ein Windstoß dorthin geweht hatte. Das Feuer griff dann auf die Isolierschicht der Fassade über. Den Schaden an dem Wohnhaus schätzt die Polizei, die mit drei Streifen vor Ort war, auf rund 50.000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Die weiteren Ermittlungen zur genauen Brandursache dauern noch an.

Unser urspr Beitrag: Der Brand selbst ist auf einer Terrasse eines Hauses am Rande des Deißlinger Ortskerns ausgebrochen, an einem Brennholzstapel. Eine Pergola habe bereits Feuer gefangen, so der Einsatzleiter, Deißlingens Kommandant Fabian Frank. Eine Scheibe eines der Zimmer des Hauses sei zudem wegen der starken Hitzeentwicklung geborsten.

Kommandant Fabian Frank bespricht sich mit dem DRK, hier etwa mit dem Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, Manuel Feilcke. Fotos: gg

Mit ihrem raschen Löschangriff verhindere die Feuerwehr offenbar also Schlimmeres. Kommandant Frank versetzte seine Deißlinger Wehr in Vollalarm. Der Pfingstferien wegen, es seien viele Kameraden unterwegs. Dennoch brachte die Wehr 25 Einsatzkräfte zusammen, die in fünf Fahrzeugen anrückte.

Das Feuer im hinteren Bereich des Hauses hatte eine starke Rauchentwicklung. Die Wohnung war stark verraucht, weshalb Kräfte unter Atemschutz vordrangen. Genügend Atemschutzträger zu haben, war für Frank nach dessen Aussage der Grund dafür, dass er Vollalarm für seine Gemeinde geben ließ.

Vor Ort hatten bereits mehrere Anwohner erste Löschmaßnahmen unternommen, berichtete Frank. Die Folge: Das Rote Kreuz hatte vier Menschen wegen Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung überprüfen. Keiner von ihnen musste in ein Krankenhaus, so der Organisatorische Leiter Rettungsdienst, Manuel Feilcke, auf Nachfrage der NRWZ.

Polizeibeamte ermitteln. Foto: gg

Die Ursache für den Feuerausbruch ist unklar. Die Polizeistreife, die zunächst am Brandort eingetroffen war, holte Beamte des Kriminaldauerdienstes hinzu. Diese seien vor Ort, um sich “alles anzuschauen“, so ein Sprecher des Konstanzer Polizeipräsidiums. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest.

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Peter Arnegger (gg)https://www.nrwz.de
... ist seit gut 25 Jahren Journalist. Mehr über ihn hier.