Ende Februar berichtete der Direktor des Regionalverbands Marcel Herzberg über mögliche Windkraftanlagen in der Region. Eine Fläche wäre das Feurenmoos zwischen Schramberg-Sulgen, Hardt und Mariazell. Noch bevor der Plan des Regionalverbands beschlossen ist, haben sich die Stadtwerke Tübingen gemeldet. Sie würden dort gerne fünf Anlagen errichten.
Schramberg/Eschbronn. In der Gemeinderatssitzung in Eschbronn hat Bürgermeister Franz Moser kürzlich angekündigt, die Tübinger hätten Interesse, im Feurenmoos fünf Anlagen zu errichten. Am 21. März in der nächsten Ratssitzung wollten die Stadtwerke ihre Pläne im Rat vorstellen.
Auch in Schramberg wäre eine solche Präsentation geplant, berichtet Stadtplaner Joschka Joos in einer Vorlage für den Gemeinderat. Anfang März seien die Stadtwerke Tübingen auf die Stadtverwaltung zu gekommen und hätten am Montag bei einer Videokonferenz erklärt, „dass sie als Investor in der im Regional-Planentwurf ausgewiesenen Vorrangfläche ‚Feurenmoos‘ Windkraftanlagen realisieren möchten“.

Informationen am 21. März
Ob die Tübinger die Rechtskraft des Regionalplans abwarten oder den Antrag im Voraus bereits stellen, sei derzeit nicht bekannt. Wie erwähnt, werden die Eschbronner am 21. März informiert.
„Um zu gewährleisten, dass die Schramberger Bevölkerung ebenfalls zeitnah informiert wird, hat die Verwaltung sich entschieden, den Investor am selben Tag in die Gemeinderatssitzung in Schramberg einzuladen“, so Joos.
„Mooshof 2“ ebenfalls im Rat
Unmittelbar danach werden Vertreter von Vento Ludens ihr Projekt Mooshof 2 vorstellen. Wie berichtet, befindet sich eine der drei Anlagen auf Tennenbronner Gemarkung. Auf Nachfrage der NRWZ betont Vento-Ludens Geschäftsführer Joachim Finkel, sein Unternehmen plane, bei bestehenden Anlagen weitere hinzuzufügen.

So könne man Flächen schonen. Für das Lagern der etwa 70 Meter langen Rotorblätter nutze man beispielsweise die bestehende Kranstellflächen. „Wir müssen dafür also keine Flächen roden.“ Nach seiner Einschätzung würde sein Unternehmen nach Mooshof 2 keine weiteren Anlagen in diesem Bereich mehr planen.
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