Im Rottweiler Stadtgraben haben die Arbeiten für einen Aufzug begonnen, der die Innenstadt barrierefrei mit dem Stadtgraben, dem Neckartal und dem Bahnhof verbinden soll. Er ist Teil der Vorbereitungen für die Landesgartenschau 2028 und überwindet 18 Höhenmeter. Die Baukosten liegen bei 1,77 Millionen Euro, knapp die Hälfte trägt das Land Baden-Württemberg. In Betrieb gehen soll die Anlage zur Eröffnung der Gartenschau.
In Rottweil hat der Bau eines Aufzugs begonnen, der eine barrierefreie Verbindung zwischen der Innenstadt und dem Stadtgraben herstellen soll. Die Anlage ist Teil der Baumaßnahmen für die Landesgartenschau 2028, soll aber dauerhaft bestehen bleiben. Sie überwindet nach Angaben der Stadt insgesamt 18 Höhenmeter.
Der Aufzug soll künftig auch den Zugang ins Neckartal und zum Bahnhof erleichtern. Über neue Wege und Brücken wird dies ermöglicht. Nach Darstellung der Stadt ist der Aufzug vor allem für Menschen gedacht, die schlechter zu Fuß sind, für Rollstuhlfahrer sowie für Eltern mit Kinderwagen. Nach der Landesgartenschau sollen auch Fahrräder mitgenommen werden können.

Die Kabine soll 15 Personen fassen, eine Fahrt dauert nach Angaben der Stadt knapp 20 Sekunden. Der Ein- und Ausstieg auf Höhe der Innenstadt entsteht in der Grafengasse, in der Nähe des dortigen Brunnens.
Die Hangsicherung ist abgeschlossen. Dafür seien in mehreren Ebenen rund zwölf Meter lange Anker in den Fels geklebt worden, erklärt Christof Birkel, Leiter der städtischen Abteilung Hochbau. Nun folgen die Fundamente für einen 3,5 Meter hohen Betonsockel, in dem später der Eingang zum Aufzug und ein Technikraum untergebracht werden. Der Aufzugsturm selbst hat eine Grundfläche von vier mal vier Metern.
Gebaut wird der Turm nicht direkt an die Stadtmauer, sondern mit einem Abstand von knapp acht Metern. Über einen Steg wird er zur Grafengasse hin erschlossen. Aus statischen Gründen liege der Steg nicht auf der Stadtmauer auf, sondern werde vor der Mauer von einer V-Stütze getragen, so Birkel. Auf dem Betonsockel entsteht der eigentliche Aufzugsturm als Stahlkonstruktion, die später mit einer Glasfassade verkleidet wird. Damit soll noch in diesem Herbst begonnen werden. Für die Fassade greift die Stadt Gestaltungselemente der Landesgartenschaubrücke und der Fahrradbrücken auf, um eine einheitliche Formsprache zu schaffen. Beim Aufbau der Stahlkonstruktion nutzt die Stadt nach eigenen Angaben teilweise eine gemeinsame Baustelleninfrastruktur mit der Volksbank.
Die derzeitige Baugrube wird laut Birkel abschließend so verfüllt, dass die natürliche Hangbeschaffenheit wiederhergestellt wird. In der Nähe des Aufzugs entsteht zusätzlich eine Treppe, die ebenfalls Innenstadt und Stadtgraben verbindet. Die Fundamentarbeiten dafür laufen bereits.
Zum verbauten Löwenkopf-Wasserspeier, der einst im Hochbrücktor eingelassen war und beim Abbruch in der Stadtmauer verbaut wurde, teilt die Stadt mit: Er bleibe an seinem Platz.
Die eigentliche Aufzugstechnik wird nach Angaben der Stadt erst im Herbst 2027 eingebaut, anschließend beginnt die Testphase. In Betrieb genommen werden soll der Aufzug zur Eröffnung der Landesgartenschau. Von den veranschlagten Baukosten von 1,77 Millionen Euro fördert das Land Baden-Württemberg knapp die Hälfte.
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