Vor eineinhalb Jahren hat die Stadtverwaltung den Bonifatiusweg unterhalb der Häuser „Löwen“ und „Sternen“ sperren lassen. Der Grund: Es bestand Steinschlaggefahr an einer privaten Stützmauer. Der Weg sei zu sperren, bis die Gefahr beseitigt sei, hieß es damals. In der erwähnten Mauer klaffte ein Loch, einige Steine waren bereits herausgebrochen. Jetzt ist wieder Bewegung in die Sache gekommen.
Inzwischen hat sich die Gefahr offenbar verschlimmert. „Am ‚Löwen‘ besteht die Gefahr von Abgängen an der losen Stützmauer“, erklärte Bürgermeister Dr. Christian Ruf am Mittwoch im Rahmen der Gemeinderatssitzung auf Nachfrage eines Stadtrats. Zumal jetzt, beim ersten Frost, sei die Gefahr groß.
„Wir haben sehr schnell gehandelt“, so Ruf weiter. „Wir schauen, dass es zu Hangsicherungsmaßnahmen kommt.“ Das Problem für die Verwaltung bisher: Die Stütz- (nicht Stadt-) Mauer ist in Privatbesitz. Die Stadt hatte zugewartet, bis die Eigentümer etwas unternehmen. Offenbar ist dies nicht erfolgt, weshalb die Verwaltung nun die Initiative übernommen hat. Es bleibe jedoch eine private Baumaßnahme, so Ruf.
Die betroffene Stützmauer werde abgetragen. Der Hang sei gesichert, deshalb sei der nun eineinhalb Jahre lang immer wieder gesperrte Weg – Passanten hatten die Sperren immer wieder beiseite geräumt – auch aufgemacht werden konnte. Jetzt komme das Landesamt für Denkmalpflege zu einem Ortstermin. „Wir wollen das mit den vorhandenen Steinen wieder herrichten“, so Ruf.
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