Das Quartiersmanagement in den Rottweiler Wohngebieten Omsdorfer Hang und Hegneberg macht mit einem neuen Kurzfilm auf seine Arbeit aufmerksam. Hintergrund sind finanzielle Kürzungen, die dazu führen könnten, dass ab 2026 deutlich weniger Zeit für die Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner zur Verfügung steht.
Rottweil. Mit einem emotionalen Kurzfilm und einem Spendenaufruf macht das Quartiersmanagement in den Wohngebieten Omsdorfer Hang und Hegneberg auf die Bedeutung seiner Arbeit aufmerksam. Die Sozialpädagogin Isabel Mayer schildert darin gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern, welche Rolle die Einrichtung im Alltag vieler Menschen spielt – und welche Folgen die angekündigten Kürzungen haben könnten.
Nach Angaben des Quartiersmanagements leben derzeit rund 1.800 Menschen in den beiden Wohngebieten. Durch ein Neubauprojekt soll diese Zahl künftig auf etwa 2.300 steigen. Das Angebot richtet sich unter anderem an Familien, Alleinerziehende, ältere Menschen sowie Menschen mit Migrationsgeschichte.
Im Film beschreibt Mayer das Quartiersmanagement als zentrale Anlaufstelle für unterschiedlichste Anliegen. Die Unterstützung reicht von Hilfe bei Behördengängen über Fragen rund um Schule und Kindergarten bis hin zur Begleitung in persönlichen Krisen oder bei Konflikten im Wohnumfeld. Mehrere Bewohner berichten von konkreten Hilfen im Alltag und betonen die Bedeutung des Angebots für das Zusammenleben in den Quartieren.
Anlass für den Film sind die Sparmaßnahmen der Stadt Rottweil. Wie aus dem begleitenden Flyer hervorgeht, führen die Einschnitte dazu, dass die bisherige Arbeit ab 2026 nur noch in deutlich geringerem Umfang geleistet werden könnte. Das Quartiersmanagement spricht davon, dass dann nur noch etwa halb so viel Zeit für die Menschen vor Ort zur Verfügung stünde.
Um diese Entwicklung zumindest teilweise aufzufangen, bittet die Trägerin, die AWO Soziale Dienste gGmbH, um Spenden. Nach eigenen Angaben werden für die Jahre 2027 und 2028 jeweils 16.000 Euro benötigt. Im Flyer heißt es, die Stadt Rottweil befürworte den Spendenaufruf. Zugleich setzt das Quartiersmanagement darauf, dass die kommunale Förderung ab 2029 wieder vollständig aufgenommen werden kann.

Seit mehr als zwölf Jahren ist das Quartiersmanagement in den beiden Wohngebieten aktiv. Neben individueller Beratung organisiert das Team regelmäßig Nachbarschaftstreffen, Feste und weitere Angebote, die das Zusammenleben fördern sollen. Der neue Film stellt diese Arbeit in den Mittelpunkt und will zugleich verdeutlichen, welche Auswirkungen ein Wegfall oder eine deutliche Reduzierung des Angebots für die Bewohnerinnen und Bewohner hätte.
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