Schramberg. Die KERN LIEBERS Gruppe hat das Geschäftsjahr 2025/2026 mit einem Umsatz von 685 Millionen Euro abgeschlossen. Das sind rund sechs Prozent weniger als im Vorjahr. Das Unternehmen verweist auf das schwierige wirtschaftliche Umfeld und richtet seinen Fokus verstärkt auf das Kerngeschäft sowie industrielle Anwendungen außerhalb der Automobilbranche.
Die KERN LIEBERS Gruppe mit Hauptsitz in Schramberg hat im Geschäftsjahr 2025/2026 einen Umsatz von 685 Millionen Euro erzielt. Im Vorjahr hatte der Umsatz noch bei 729 Millionen Euro gelegen. Nach Unternehmensangaben entspricht dies einem Rückgang von rund sechs Prozent. Bereinigt um Sonder- und Währungseffekte habe das Minus bei etwa drei Prozent gelegen.
Als Gründe nennt das Unternehmen vor allem die anhaltend schwache Nachfrage in der deutschen Automobilindustrie sowie den strukturellen Wandel und den hohen Kostendruck in der Branche.
Vor diesem Hintergrund will KERN LIEBERS seine strategische Neuausrichtung fortsetzen. Dazu gehören nach Unternehmensangaben die Konzentration auf das Kerngeschäft, die Anpassung des Produktportfolios sowie der Ausbau von Geschäftsfeldern außerhalb des klassischen Automobilsektors. Als Wachstumsbereich nennt das Unternehmen unter anderem die Medizintechnik.
CEO Dr. Erek Speckert erklärte, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland blieben schwierig. Gerade im automobilnahen Geschäft seien Überkapazitäten und hoher Kostendruck zu beobachten. Gleichzeitig sieht das Unternehmen Chancen in industriellen Anwendungen mit langfristigem Wachstumspotenzial.
Im vergangenen Geschäftsjahr investierte KERN LIEBERS nach eigenen Angaben rund 20 Millionen Euro in Maschinen und neue Projekte. Schwerpunkte waren Automatisierung, Digitalisierung sowie der Ausbau von Produktionskapazitäten in internationalen Wachstumsregionen. Das Investitionsvolumen entspricht rund drei Prozent des Jahresumsatzes.
Eine konkrete Prognose für das laufende Geschäftsjahr gibt das Unternehmen nicht ab. Als Begründung verweist KERN LIEBERS auf die anhaltenden geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten.
Die Unternehmensgruppe beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit rund 5.850 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon arbeiten 2.590 in Deutschland, 1.040 am Hauptsitz in Schramberg.
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