Rottweil – Der Ringzug-Halt „Rottweil Stadtmitte“ steht wohl auf dem Abstellgleis. Rottweils Oberbürgermeister jedenfalls hat bei der Kreistagssitzung angekündigt, er werde dem Gemeinderat nicht empfehlen, die Planung weiter zu verfolgen.
Wir haben es berichtet: Der Verwaltungsausschuss des Kreistags hat auf Antrag der Kreisverwaltung empfohlen, dass die Stadt Rottweil die Kosten für die Einrichtung des neuen Haltepunkts für den Ringzug vielleicht 250 Meter vom Bahnhof entfernt (geschätzt, nicht gemessen) tragen wolle – abgesehen von einem Zuschuss über 150.000 Euro. Wenn sie sich dazu nicht bis 15. Dezember bereit erklärt, solle das Projekt enden. Am heutigen Montag nun war die Sache vor dem Plenum.
Selma Müller (Grüne/ÖDP) stellte die Frage, die nicht nur in der Umgebung die Menschen bewegt: „Was bringt der zusätzliche Halt? Was ist der Mehrwert?“ Der Erste Landesbeamte Hermann Kopp darauf: „Diese Frage muss die Stadt Rottweil beantworten.“ Das tat dann auch Rottweils Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf, der sich dabei allerdings auf verlorenem Posten sah. Er berichtet von 670 potenziellen Fahrgästen – allerdings sei damals ein Baugebiet mit berücksichtigt worden, das dann doch nicht ausgewiesen wurde.
Die Abstimmung über den Antrag brachte dann noch einige Gegenstimmen, vor allem aus den Reihen von AfD und CDU: Acht Rätinnen und Räte sprachen sich dagegen aus, drei enthielten sich. Die Mehrheit nahm so den Antrag an.
