Die Polizei ist einem Mann auf die Schliche gekommen, der sich ein Paket mit Betäubungsmitteln an die eigene Adresse liefern ließ. Es lief jedoch äußerst ungeschickt für den 25-Jährigen. Und das kam so:
Der junge Mann bestellte über das Darknet Amphetamin. Da das Paket jedoch nicht ausreichend frankiert war, hat die Post die Sendung an die Absenderadresse in Nordrhein-Westfalen zurückgeschickt. Die hatte der Drogenlieferant allerdings gefaked. Er hatte einfach die Adresse einer Firma im Raum Greven angegeben. „Das ist ein übliches Verfahren der Dealer“, so Reiner Schöttler, der Sprecher der Polizei im Kreis Steinfurt, wozu Greven gehört.
Drogen per Post
Normalerweise ist das kein Problem, weil die Pakete ja nicht zurück geschickt werden. Der Postversand von Drogen komme häufig vor, so Schöttler zur NRWZ. Dabei spiele auch die Nähe zu den Niederlanden für die Polizei in der Grenzregion eine Rolle: „Die Dealer kommen zu uns rüber und geben ihre Pakete hier auf, um Kontrollen zu vermeiden.“
Als die Mitarbeiter der Firma das Paket geöffnet haben, kam ihnen der Inhalt eigenartig vor, und sie haben es der Polizei in Greven übergeben. Diese hat Ermittlungen gegen den Empfänger in Schramberg eingeleitet. Der stand ja korrekt auf dem Adressaufkleber.
Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Beamten weitere Betäubungsmittel sowie eine Menge Bargeld. Gegen den jungen Mann hat die Polizei ein Strafverfahren wegen illegalen Drogenbesitzes eingeleitet. Der hiesige Polizeisprecher Michael Aschenbrenner meint dazu: „Menschen machen Fehler, zum Glück für uns.“
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