Die traditionelle Griechenlandfahrt der Griechisch-Schüler des Albertus Magnus Gymnasiums entwickelte sich zu einer Reise, die weit mehr bot als nur historische Fakten und antike Steine. Schon beim Betreten der Fähre in Ancona lag eine Mischung aus Abenteuerlust und Vorfreude in der Luft. Die Überfahrt nach Patras verlief ruhig, begleitet von Sonne und dem Gefühl, Poseidon selbst habe ein wachsames Auge auf die Gruppe.
Rottweil – In Hellas angekommen, führte der erste Weg nach Delphi. Im Heiligtum des Apollon stellten die Schülerinnen und Schüler die großen Fragen des Lebens – von Zukunftsplänen bis zur Suche nach dem nächsten günstigen Souvlaki. Die Antwort des Orakels fiel überraschend aus: Gurkensalat. Ein humorvoller Hinweis darauf, dass die griechische Antike und ihr berühmtestes Orakel nicht immer eindeutige Antworten bereithält.
Von dort ging es weiter nach Athen, wo die Schülerinnen und Schüler das Herzstück ihres Griechischunterrichts endlich mit eigenen Augen sahen: die Akropolis mit ihren Propyläen, dem NikeTempel, dem Erechtheion und dem mächtigen Parthenon. Nach dem Aufstieg folgte ein wohlverdientes Erfrischungsprogramm – Eis in der Hand, Sonne im Gesicht, Athen zu Füßen.
Die nächsten Tage führten die Gruppe tief hinein in die griechische Welt. In Epidauros testeten die Jugendlichen begeistert die legendäre Akustik des antiken Theaters, bevor es weiter an die Küste nach Tolo ging, wo Meer, Sand und ein Hauch griechisches Lebensgefühl warteten. In Mykene tauchten sie in die dramatischen Geschichten der Atriden ein, während die gewaltigen Zyklopenmauern von Tiryns ehrfürchtiges Staunen hervorriefen. Der Palast des Nestor in Pylos öffnete schließlich ein Fenster in die homerische Vergangenheit – ein Ort, an dem Geschichte plötzlich greifbar wurde.
Ein sportlicher Höhepunkt erwartete die Gruppe in Olympia. Im antiken Stadion liefen die Schülerinnen und Schüler selbst an den Start und verwandelten die historische Stätte für einen Moment in ihre eigene Arena. Johannes und Merit überquerten als Schnellste die Ziellinie und dürfen sich nun mit einem Augenzwinkern „Olympioniken“ nennen. Nach einem letzten Rundgang durch das Archäologische Museum trat die Gruppe die Rückreise über Ancona an – im Gepäck unzählige Eindrücke, neue Freundschaften und das Gefühl, gemeinsam etwas Besonderes erlebt zu haben.
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