Benachrichtigung
Das Landesgartenschauteam aus Rottweil vor der Rückfahrt.

Mit Tempo Richtung 2028: Rottweil holt die Landesgartenschau aus Ellwangen

Dort endet die Landesgartenschau 2026 - deren Erfolg gewissermaßen nach Rottweil geholt werden soll.

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Lesezeit 7 Min.

Mit einem historischen Sonderzug ist am Sonntagmorgen eine Delegation aus Rottweil nach Ellwangen aufgebrochen. Dort endete die Landesgartenschau 2026 – und Rottweil hat am Nachmittag offiziell den Staffelstab für die nächste Schau im Jahr 2028 übernommen. Die NRWZ begleitete die Reise.

Rottweil/Ellwangen. Für Rottweil ist dieser Sonntag ein besonderer Tag auf dem Weg zur Landesgartenschau 2028. Am Morgen macht sich eine Delegation aus Stadtverwaltung, Vereinen und Bürgern mit einem historischen Sonderzug auf den Weg nach Ellwangen. Dort wird am Nachmittag die Landesgartenschau-Fahne offiziell an Rottweil übergeben.

Der Sonderzug startete um 7.45 Uhr am Bahnhof. Zum Einsatz kommen historische Reisezugwagen aus den 1960er-Jahren. Ein Speisewagen ist ebenfalls Teil des Zuges.

Nachbemerkung

Den Eisenbahnfreunden Zollernbahn, sie haben diese Sonderfahrt betrieben, sollte man vielleicht das Bahnmanagement insgesamt übertragen. Sie kamen nicht nur am Mittag vor der Zeit in Ellwangen an, sie schafften das auch bei der Rückfahrt, und zwar deutlich. Wohl, weil die hinter der schönen Dampflok eingereihte E-Lok „ein bisschen mithalf“, wie es hieß.

Rückfahrt unter Dampf

Für Freunde der traditionellen Eisenbahnfahrt zieht jetzt eine Dampflok den Sonderzug. Damit wird die Rückfahrt allerdings auch etwas länger dauern als die Hinfahrt am Morgen. Die Reisegesellschaft ist müde von einem langen aber sehr erfolgreichen und freudvollen Tag.

Der Zug bietet laut der Landesgartenschau-Macherin Miriam Ruess Sitzplätze für 390 Menschen, 200 würden mitfahren. Er ist also etwa zur Hälfte nur besetzt. Ruess sieht den Grund darin, dass die Rückkehr in der Nacht erst stattfinden wird, die Fahrsgäste erst gegen 24 Uhr wieder in Rottweil erwartet werden. Entprechend sind auch wenige Kinder darunter, für die ein solcher Tag besonders lang geraten könnte. Diejenigen Fahrgäste, die dabei sind, genießen bereits die Hinreise ganz offenkundig. Darunter sind etwa Landrat Christoph Keckeisen, Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf, Bürgermeisterin Ines Gaehn das Rottweiler Landesgartenschauteam. Und viele, viele bestens gelaunte Bürger.

Abschluss und Übergabe vor wenigstens 1500 Menschen

Das Zelt in Ellwangen fasst sitzend 900 Zuschauerinnen und Zuschauer, es ist brechend voll, viele haben keinen Platz mehr bekommen. Sie erwarten das Abschlussprorgramm.

Lob vom OB

Der Rottweiler Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf ist „mega begeistert“ vom Ablauf des Besuchs. Kurz, bevor er die Landesgartenschaufahne übernehmen wird, sagte er der NRWZ, Rottweil habe sich „heute von seiner besten Seite gezeigt“. Die stimmungsvollen Auftritte der LGS-Band und der Stadtkapelle hätten Lust gemacht, die Schau 2028 in Rottweil zu besuchen. Er habe zudem gehört, dass die Ellwanger die Fahne heute, am letzten Tag ihrer LGS ungern übergeben würden.

Die Stadtkapelle wird ebenfalls gefeiert

Marsch, Polka und ein 80-er-Mix: Das Programm der Abordnung der Rottweiler Stadtkapelle unter der Leitung von Stadtmusikdirektor Johannes Nikol kommt ebenfalls bestens an. Abordnung deshalb, weil zugleich die übrigen Stadtkapellenmusikerinnen und -musiker in Gölsdorf bei der Saukirbe gebraucht werden. Auch der Auftritt der 30 in Ellwangen wird groß gefeiert, die Zugabe stehend genossen. Der Besuch gerät zu einem Erfolg.

Das Rottweiler Programm in Ellwangen auf der Hauptbühne

… mit der LGS-Band um Drummer Joo Aiple mit Gitarrist Jürgen Koringer, Bassist Tobi Murello, Pianist Sebastian Schnitzer und den Sängern Tati Mitsche und Alex Schätzle. Mit Begegnungen zwischen Ellwangern und Rottweilern. Und guten Gesprächen. Und weiterhin bester Laune. Die Band baut quasi bereits das Veranstaltungszelt in Ellwangen ab. Abriss. Party.

Ankunft in Ellwangen …

mit rund 20 Minuten Verfrühung, weiterhin bestens gelaunt, freundlichst empfangen und unter Applaus mancher Landesgartenschaubesucherinnen und -besucher.

Zwischenstopp in Crailsheim

Jede(r) bekommt einen Ballon

Nördlich von Stuttgart

Auf der Reise

Schon die Fahrt selbst steht ganz im Zeichen der kommenden Landesgartenschau. Premiere feiert dabei das neue Format „KULTUR im ZUG“. Ein eigener Waggon soll künftig bei historischen Fahrten der Eisenbahnfreunde Zollernbahn als mobiler Kultur- und Begegnungsort dienen – bis hinein in das Landesgartenschaujahr 2028.

Vereine, Künstlerinnen und Künstler sowie kulturelle Initiativen sollen dort ihre Projekte präsentieren können. Vorgesehen sind unter anderem Ausstellungen, Lesungen und kleinere Konzerte. Bei der ersten Fahrt dreht sich alles um die Vorbereitungen für die Landesgartenschau in Rottweil.

Vor der Abfahrt

Rottweil präsentiert sich in Ellwangen

Ab 13 Uhr steht Rottweil dann auch auf dem Gartenschaugelände selbst im Mittelpunkt. Unter dem Motto „Rottweil zu Gast auf allen Bühnen“ präsentieren sich die Stadtkapelle Rottweil, die Neckarmusikanten und die LGS-Band. Auch das historische Brauchtum beider Städte spielt eine Rolle. Die Bürgergarde Ellwangen und die Bürgerwehr Rottweil gestalten gemeinsam einen Aufmarsch.

Höhepunkt des Tages ist die offizielle Übergabe der Landesgartenschau-Fahne. Ellwangens Oberbürgermeister Michael Dambacher übergibt sie an Rottweils Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf. „Mit der Übergabe der Landesgartenschau-Fahne beginnt für Rottweil noch einmal eine ganz besondere Phase auf dem Weg ins Jahr 2028“, erklärte Ruf im Vorfeld. Die Stadt wolle die Erfolgsgeschichte der Landesgartenschauen fortschreiben und der Schau zugleich eine eigene Rottweiler Handschrift geben.

Bürgermeisterin und LGS-Geschäftsführerin Ines Gaehn sieht in der Fahrt auch ein Zeichen für die beginnende Aufbruchstimmung. Die Fahne solle gemeinsam nach Rottweil geholt werden. Zugleich wolle man zeigen, was die Stadt ausmache: Gemeinschaft, Kultur, Tradition und Vorfreude auf 2028.

Mehr als 950.000 Besucher in Ellwangen

Für Ellwangen endet an diesem Sonntag eine außergewöhnlich erfolgreiche Landesgartenschau. Nach mehr als fünf Monaten und 164 Veranstaltungstagen haben nach Angaben der Veranstalter bereits mehr als 950.000 Menschen die Schau besucht.

Damit wurde das ursprüngliche Ziel von 750.000 Gästen deutlich übertroffen. Zwischenzeitlich war sogar

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