Mit einer Schweige-Mahnwache auf dem Rathausplatz haben Menschen in Schramberg am Freitag an den Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung erinnert. Im Mittelpunkt stand die Solidarität mit Menschen, die aus Gewissensgründen den Dienst an der Waffe verweigern.
Am Internationalen Tag der Kriegsdienstverweigerung haben sich am Freitag zahlreiche Menschen in Schramberg zu einer Schweige-Mahnwache für den Frieden versammelt. Die Aktion auf dem Rathausplatz wurde von den „Friedensstimmen Schramberg“ organisiert und erhielt Unterstützung von Mitgliedern der Quäker aus dem Südwesten Deutschlands, die zeitgleich ihre Bezirksversammlung im Familienferiendorf Eckenhof abhielten.
Der Internationale Tag der Kriegsdienstverweigerung wird jährlich am 15. Mai begangen. Er erinnert an Menschen weltweit, die aus Gewissensgründen den Militärdienst verweigern und dafür in vielen Ländern Repressionen oder Strafen in Kauf nehmen.
Bei der Mahnwache trugen Teilnehmer Plakate mit Botschaften wie „Die Waffen nieder“ oder „Gewissen ist kein Verbrechen“. Nach Angaben der Veranstalter suchten auch Passanten das Gespräch oder blieben stehen, um die Aktion zu verfolgen.
Im Anschluss zog die Gruppe schweigend zum Mahnmal „Des Bruders Tod“ bei der Realschule. Dort erinnerten die Teilnehmer mit Friedenslichtern an Opfer von Kriegen. Zudem wurden Texte und Lieder zum Thema Frieden vorgetragen.
Die Quäker zählen zu den christlichen Glaubensgemeinschaften mit einer ausgeprägten pazifistischen Tradition. Die Religionsgemeinschaft lehnt Gewalt aus Gewissensgründen grundsätzlich ab.
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