Kampf bis zur letzten Sekunde

Handball

Handball-Landesliga Staffel 2: TG Schömberg – SG Dunningen/Schramberg 30:29 (13:17)

Für NRWZ.de+ Abonnenten: 

Tabellenspitze trifft auf Tabellenschlusslicht: Handball-Landesligist SG Dunningen/Schramberg stand vor einer großen Herausforderung, da die TG Schömberg als klarer Favorit galt. Dennoch waren die Herren aus dem Schwarzwald hoch motiviert und bereit, alles zu geben, um gegen den souveränen Spitzenreiter zu bestehen.

Das Spiel begann mit einem beeindruckenden Start der Gastgeber, die direkt mit fünf Toren in Folge davonzogen. Die Gäste hingegen hatten einige Schwierigkeiten mit dem Tempospiel der Schömberger. Doch Trainer Julian Roming reagierte sofort, nahm eine Auszeit und stellte seine Männer neu ein. Anschließend waren die Herren aus Dunningen und Schramberg wie ausgewechselt und bewiesen ihre spielerische Stärke. Sie ließen sich nicht entmutigen und glichen in der 16. Minute durch einen Treffer von Phillip Weidenauer auf 8:8 aus. Nicht nur das beeindruckende Tempospiel beider Mannschaften ließ den Zuschauern keine ruhige Minute, auch die körperbetonte Abwehr auf beiden Seiten führte vermehrt zu Strafminuten. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit gelang es der SG Dunningen/Schramberg, die Führung zu übernehmen. Sichtlich überrascht von der aufbäumenden Stärke der Gäste schlichen sich im Angriffsspiel der Schömberger vermehrt technische Fehler und Fehlwürfe ein. Diese wurden seitens der SG Dunningen/Schramberg direkt bestraft, und mit drei aufeinanderfolgenden Toren von Spielmacher Marvin Werner ging das Team unter Trainergespann Roming/Marjanovic mit einem Vorsprung von vier Toren (13:17) in die Halbzeitpause.

Das Duell blieb auch in der zweiten Halbzeit hart umkämpft. Die TG Schömberg brachte nun den ehemaligen Drittliga-Spieler Jonas Lösch in das Spiel, der seine Stärke vier Angriffe in Folge ausspielte und sein Team zum Torerfolg führte. Jedoch musste dieser bereits nach zehn Minuten Spielzeit das Feld verlassen. Nachdem der Abwehrchef der SG Dunningen/Schramberg, Angelo Broghammer, einen unsportlichen Gesichtstreffer wegstecken musste, sah Lösch die rote Karte und wurde vom weiteren Spielgeschehen disqualifiziert.

Durch diese Strafe schien die TG Schömberg wieder mehr zusammen zu wachsen. Tor um Tor verringerten die Gäste ihren Rückstand, bis sie in der 44. Minute den Ausgleich erzielten (21:21). Ein Kopf-an-Kopf-Rennen begann, in dem die TG Schömberg in der 56. Spielminute die Oberhand gewann und Tom Keller den Treffer zum 29:26 erzielte. Doch die SG Dunningen/Schramberg zeigte Nervenstärke und kämpfte sich in den letzten Minuten dieses spannenden Spiels zurück (29:29, 58. Spielminute). In sprichwörtlich „allerletzter Sekunde“ gelang es schließlich Tom Keller, den Sieg für die TG Schömberg per Siebenmeter-Strafwurf zu sichern. Trotzdem zeigte die SG Dunningen/Schramberg eine beeindruckende Leistung mit einer ruhigen Spielweise auf fremdem Terrain.

Insgesamt war es ein intensives und packendes Duell, bei dem sich die SG Dunningen/Schramberg leider trotz der Disqualifikation von Jonas Lösch in der 41. Minute nicht mit einem Sieg beim Tabellenführer belohnen konnte. Die Zuschauer wurden mit einem spannenden Handballspiel auf höchstem Niveau belohnt, das bis zur letzten Sekunde für Gänsehautmomente sorgte.

SG Dunningen/Schramberg: Marcel Krause, Marlon Krissler – Marvin Werner (10), Lennart Kugler (9), Jan Bantle (2), Philipp Weidenauer (2), Stefan Aßfalg (1), Tobias Fleig (1), Laurin Kugler (1), Damir Marjanovic (1), Marco Meyer (1), Dominik Thörmer (1), Angelo Broghammer. Offizielle: Julian Roming, Felix Hirt, Marc Jäckle.

Pressemitteilung (pm)
Pressemitteilung (pm)
Zur Information: Mit "Pressemitteilung" gekennzeichnete Artikel sind meist 1:1 übernommene, uns zugesandte Beiträge. Sie entsprechen nicht unbedingt redaktionellen Standards in Bezug auf Unabhängigkeit, sondern können gegebenenfalls eine Position einseitig einnehmen. Dennoch informieren die Beiträge über einen Sachverhalt. Andernfalls würden wir sie nicht veröffentlichen.

Pressemitteilungen werden uns zumeist von Personen und Institutionen zugesandt, die Wert darauf legen, dass über den Sachverhalt berichtet wird, den die Artikel zum Gegenstand haben.