Der Deutschlandfunk sendet ein „Hörprobe“-Konzert live aus der Trossinger Hochschule für Musik. Ensemble-Highlights von der Romantik bis zur Gegenwart sind am Dienstag, 2. Juni, ab 20 Uhr im Konzertsaal der HfM Trossingen zu hören und sehen. Einlass ist bis 19.45 Uhr, bei freiem Eintritt.
Trossingen – In seiner Sendereihe „Hörprobe“ besucht Deutschlandfunk Kultur regelmäßig die deutschen Musikhochschulen. Am Dienstag, 2. Juni, ist sie zum dritten Mal zu Gast in Trossingen. Er überträgt und sendet live ein facettenreiches „Selbstportrait“ der Trossinger Hochschule für Musik mit herausragenden Ensembles und Solisten. Der Konzertsaal wird ab 19.45 Uhr zum Aufnahmestudio mit Livepublikum und Werken von der Romantik bis zur Moderne und Gegenwart. Als Highlights stechen neben vielen anderen hervor: Das innovative Jahrhundertwerk „Intégrales“ von Edgar Varèse und die Septett-Fassung der spätromantischen „Metamorphosen“ von Richard Strauss. Deutschlandfunk-Moderatorin Elisabeth Hahn begleitet durch den facettenreichen Konzertabend, der aufgelockert wird durch zahlreiche Kurzinterviews mit Interpretinnen und Interpreten. Die Sendung beginnt nach dem professionellen „warm up“ pünktlich um 20 Uhr – daher ist Einlass nur bis 19.45 Uhr möglich.
Varèse, Strauss und Unhyun Ko
Vor 101 Jahren hatte der musikgeschichtliche Meilenstein „Intégrales“ für kleines Orchester und Schlagwerk Premiere. Das 15-köpfige Windhoek-Ensemble spielt unter der Leitung von Prof. Nicholas Daniel dieses Meisterwerk von Edgar Varèse. 1945, also 20 Jahre später, entstanden die spätromantischen „Metamorphosen“ von Richard Strauss. Interpretiert werden sie vom Open Chamber-Ensemble aus Lehrenden und ausgewählten Studierenden.
Besondere Programmpunkte sind zwei Kompositionen von Trossinger Studierenden. Von Unhyun Ko (*1996) erklingt die Uraufführung „Punkt“ für Flöte, Posaune, Klavier, Akkordeon und Violoncello. Von der Musikdesignerin Johanna Klaus ertönt „From Dawn ‘till Midnight“ für Flöte und Live-Elektronik. Weitere Werke fügen zusätzliche stilistische Facetten zum Konzertabend hinzu. John Psathas‘ spektakuläre Komposition „Kyoto“ für Malletquartett und Percussion bietet atemberaubende Schlagwerk-Kunst. In Klavierwerken von Schubert und Nicolai Kapustin kommen Anhänger der Tastenkunst auf ihre Kosten. Und mit Anders Hillborgs „Hyper Exit“ für Klarinette und Akkordeon erklingt sogar noch das Trossinger Traditionsinstrument. Es ist gleichzeitig übrigens auch Deutschlands „Instrument des Jahres 2026“.
