Was Quantencomputer können und was sie für Unternehmen in der Region bedeuten könnten, darum geht es am Mittwoch, 30. September, bei einem Themenabend in Hardt. Referent ist Dr. Thomas Strohm von Bosch Research. Eingeladen hat das Schramberger Wirtschaftsnetzwerk „Make it in Schramberg“, der Eintritt ist frei.
Strohm ist nach Angaben der Veranstalter Chefexperte für Quantentechnologien bei Bosch Research, der zentralen Forschungseinheit des Bosch-Konzerns. Er soll die Grundlagen der Technologie erklären und zeigen, wo Quantencomputing in der Industrie schon heute eine Rolle spielt – und welche Chancen sich daraus aus Sicht der Organisatoren für die Region ergeben.
Der Abend findet in den Räumen der Brugger GmbH Magnetsysteme in der Hardter Gewerbestraße statt. Beginn ist um 18.30 Uhr, das Ende ist gegen 21 Uhr geplant. Nach dem Vortrag ist Zeit für Fragen und Gespräche.
Keine Vorkenntnisse nötig
Der Vortrag richtet sich laut Stadt Schramberg nicht nur an Fachleute, sondern ausdrücklich auch an technik- und wirtschaftsinteressierte Bürgerinnen und Bürger. Tiefere Vorkenntnisse seien nicht erforderlich. Die Veranstalter wollen nach eigenen Angaben zeigen, wie eine engere Verbindung von Forschung und Wirtschaft den Standort im Schwarzwald stärken kann.
Worum es beim Quantencomputing geht
Herkömmliche Computer rechnen mit Bits, die entweder den Wert 0 oder 1 haben. Quantencomputer arbeiten mit sogenannten Qubits, die dank quantenphysikalischer Effekte mehrere Zustände zugleich überlagern können.
Für bestimmte Aufgaben erhoffen sich Forschung und Industrie davon große Rechenvorteile – etwa bei der Simulation von Molekülen und neuen Materialien oder bei komplexen Optimierungsfragen, wie sie in der Logistik auftreten.
Heutige Quantencomputer sind allerdings noch vergleichsweise klein und fehleranfällig. Wann sie in Unternehmen breit eingesetzt werden können, gilt in der Fachwelt als offen. Für die Datensicherheit ist das Thema dagegen schon jetzt relevant: Leistungsfähige Quantencomputer könnten künftig heute verbreitete Verschlüsselungsverfahren brechen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät Unternehmen deshalb, sich frühzeitig mit quantensicheren Verfahren zu befassen.
Wer hinter „Make it in Schramberg“ steht
„Make it in Schramberg“ ist eine gemeinsame Dachmarke von Unternehmen, Freiberuflern, Institutionen und der Stadt Schramberg. Das Netzwerk will nach eigener Darstellung die Wirtschaftsregion Schramberg stärken und überregional bekannter machen, unter anderem mit Veranstaltungen, Workshops und Kooperationen.
Auf einen Blick
- Was: Themenabend „Quantencomputing“ mit Dr. Thomas Strohm, Bosch Research
- Wann: Mittwoch, 30. September 2026, 18.30 Uhr bis etwa 21 Uhr
- Wo: Brugger GmbH Magnetsysteme, Gewerbestraße 23, 78739 Hardt
- Eintritt: frei
- Anmeldung: erbeten per E-Mail an wirtschaftsfoerderung@schramberg.de
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