Benachrichtigung

Berneckstrand: Grillentscheidung bleibt umstritten

Autor / Quelle:
Lesezeit 2 Min.

Mit knapper Mehrheit von zwölf zu zehn Stimmen hat der Gemeinderat in der letzten Sitzung vor den Sommerferien beschlossen, das Grillen am Berneckstrand weiter zuzulassen. Um  Belästigungen durch Rauch zu verhindern, sollte die Stadt auf Vorschlag der CDU-Fraktion trockenes Holz für die Grillfreunde bereit stellen.

Inzwischen ist ein entsprechender Satzungsbeschluss in der örtlichen Tageszeitung erschienen und die Satzung damit in Kraft. Auch hat der Bauhof bereits eine Holz-Hütte am Berneckstrand gebaut. Darin soll künftig das von der Stadt eingekaufte Brennholz trocken gelagert werden können.

CDU-Stadtrat Jürgen Kaupp hatte darauf hingewiesen, dass in Waldmössingen der Bauhof schließlich auch das Brennholz an den Grillstellen zur Verfügung stelle. Anders als in Waldmössingen verfüge der Schramberger Bauhof aber über kein eigenes Brennholz und müsse es deshalb einkaufen, hatte Stadtsprecherin Susanne Gorgs-Mager der NRWZ erläutert.

In Waldmössingen liefert der Bauhof tatsächlich Brennmaterial etwa auf der Grillstelle beim Aussiedlerhof. Das sind aber lange Stämme oder Sägewerksabfälle, nicht zerkleinertes Material, wie es zum Grillen benötigt würde. Die Holzhaufen beim Grillplatz verleiten zudem Zeitgenossen dazu, ihr Altholz – und anderen Müll dort abzulagern, wie Franz Maurer  aus Waldmössingen am vergangenen Wochenende feststellen musste: Am Sonntag habe „jemand seinen gesamten Sperrmüll, inklusive  Styroporbauplatten, an der Grillstelle abgelegt.

Jeder, der Feuer machen will, solle sein Holz selbst mitbringen und nach der Aktion die Grillstelle wieder sauber verlassen, findet Maurer. Er hält den Gemeinderatsbeschluss deshalb für falsch, denn „wenn da schon Holz liegt, werfen die Leute einfach noch weiteres dazu. In der Vergangenheit war das meist leider nur mit Altlasten verseuchtes Altholz, dass eigentlich auf die Deponie gehört.“ Maurer hofft, dass es Zeugen gibt, die beobachtet haben, wer da am vergangenen Sonntagnachmittag seinen Abfall entsorgt hat.

NRWZ.de Newsletter - hier direkt bestellen

... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. 2026 hat er die NRWZ auf eigenen Antrieb verlassen, auch, um sich einem eigenen journalistischen Projekt zu widmen. Mehr über ihn hier.

Danke, dass Sie die NRWZ lesen.

NRWZ.de ist kostenlos. Damit das so bleibt, brauchen wir Werbeeinnahmen — die funktionieren besser mit Ihrer Einwilligung. Nutzen Sie NRWZ kostenlos mit Werbung oder unterstützen Sie unsere Redaktion mit einer Steady-Mitgliedschaft und lesen dafür werbefrei.

Kostenlos mit Werbung

Der kostenlose Zugang wird durch Werbung finanziert. Dafür bitten wir um Ihre Einwilligung in die dafür notwendigen Cookies und Dienste.

Bereits Mitglied? Dann können Sie sich direkt einloggen:

Werbefrei mit Steady

Mit Steady unterstützen Sie unabhängigen Lokaljournalismus aus der Region und lesen NRWZ ohne Werbung*.

*Frei von Werbung über die externen Anbieter Google und Taboola. Lokale Werbung zeigen wir im Interesse unserer Direktkunden weiterhin an.

Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und im Impressum.