Auf dem Betriebsgelände des Entsorgungsunternehmens Alba in Zimmern ob Rottweil ist es am Dienstagabend erneut zu einer Rauchentwicklung gekommen. Die Feuerwehr Zimmern rückte an, allerdings mit deutlich geringerer Kräftezahl als bei den größeren Brandeinsätzen in der Vergangenheit.
Nach Angaben des Pressesprechers des Kreisfeuerwehrverbands Rottweil, Sven Haberer, handelt es sich aktuell nicht um ein offenes Feuer. „Wir haben hier kein offenes Feuer, keine Flammen und keine Funken“, so Haberer vor Ort. Stattdessen gebe es eine leichte Rauchentwicklung, die derzeit kontrolliert wird.
Zur Unterstützung sind die Führungsgruppe Rottweil-Göllsdorf sowie die Drohneneinheit des Landkreises aus Villingendorf im Einsatz. Mithilfe einer Drohne wird die Lage aus der Luft überwacht. Parallel arbeiten die Einsatzkräfte eng mit den Mitarbeitern des Betriebs zusammen: Mit einem Bagger wird das betroffene Material freigelegt, kontrolliert und gezielt abgelöscht.

Wie lange der Einsatz noch andauern wird, ist derzeit unklar. Die Lage sei jedoch unter Kontrolle. Das bestätigte vor Ort der Einsatzleiter, Zimmerns Kommandant Frank Scherfer. Seit 15 Uhr sind seine Leute wieder bei der Arbeit bei dem Entsorger, mittels dreier betriebseigener Bagger wird Restmüll umgelagert, um an den möglichen Brandherd zu kommen. Eine wieder kräftezehrende Arbeit. Zwei Schlauchleitungen aus dem Gewerbegebiet Inkom liegen, versorgen erneut die Einsatzstelle aus rund 1,5 Kilometern Entfernung mit Löschwasser. Der Angriff der Einsatzkräfte erfolgt von innen, vom Gelände aus, zudem von außerhalb, entgegen der Vorgehensweise beim vergangenen Großbrand aber nun nicht mehr unterstützt von Großtanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr. Diesmal ist der Bedarf an Löschwasser offenbar niedriger.
Das Gelände war in der Vergangenheit bereits mehrfach Schauplatz größerer Brände, bei denen teils umfangreiche Löscharbeiten erforderlich waren. Im Vergleich dazu stellt sich die aktuelle Situation deutlich weniger kritisch dar.
Einsatzleiter Scherfer lobte erneut die Hilfsbereitschaft seitens des Unternehmens Alba und der örtlichen Mitarbeiter. Die Feuerwehr würde nach Kräften unterstützt, sagte er. Dies sei beim Großbrand unlängst bereits so gewesen.
Beobachter machen als Urheber solcher Brände die Allgemeinheit aus, uns alle. Es geht um falsch entsorgten Müll, etwa Akkus und Batterien, die unter Tonnen von Restmüll begraben Brände entfachen können. Ob das aktuelle Geschehen darauf zurückzuführen ist, bleibt unklar, die Wahrscheinlichkeit aber sei hoch, heißt es.
Wie Akkus und Batterien korrekt entsorgt werden, steht hier: www.landkreis-rottweil.de/akkus
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