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175 Jahre Museumsgeschichte: Kunstsammlung Lorenzkapelle öffnet am Sonntag wieder ihre Türen

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Blick in die Kunstsammlung Lorenzkapelle. Heilige, Wasserspeier und Brunnenfiguren aus Stein erzählen ihre Geschichte (Foto: Städtische Museen).

Am Sonntag, 5. Juli, ist die Kunstsammlung Lorenzkapelle wieder von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Besucherinnen und Besucher können dabei bedeutende Werke mittelalterlicher Steinmetzkunst aus Rottweil entdecken.

Rottweil – Die im Bockshof gelegene Lorenzkapelle nimmt in der Rottweiler Museumslandschaft eine besondere Stellung ein: Sie ist der älteste museal genutzte Ort der Stadt und blickt in diesem Jahr auf 175 Jahre als Museumsstandort zurück. Den Grundstein legte Stadtpfarrer Johann Georg Martin Dursch, der hier bereits 1851 seine Sammlung spätgotischer Holzskulpturen der Öffentlichkeit präsentierte. Seit deren Umzug in das Dominikanermuseum im Jahr 1992 widmet sich die Lorenzkapelle den mittelalterlichen Steinskulpturen Rottweils.

Zu den eindrucksvollsten Ausstellungsstücken gehören die Originalfiguren des Rottweiler Kapellenturms. Im 14. Jahrhundert waren sie Teil des größten zusammenhängenden Figurenzyklus aus Stein in Schwaben. Zum Schutz vor den Auswirkungen der Witterung wurden die Skulpturen Ende des 19. beziehungsweise Anfang des 20. Jahrhunderts in die Lorenzkapelle gebracht.

Darüber hinaus umfasst die Sammlung spätgotische Steinbildwerke von kirchlichen und städtischen Bauwerken sowie originale Elemente zahlreicher Rottweiler Brunnen. Die Ausstellung macht die hohe handwerkliche Qualität der mittelalterlichen Steinmetze anschaulich und vermittelt zugleich spannende Einblicke in die jahrhundertealte Kunsttradition Rottweils.

Ergänzende Informationstafeln zeichnen außerdem die Entwicklung der Lorenzkapelle als Museum nach und beleuchten ihre mittlerweile 175-jährige Geschichte. Dass die Sammlung regelmäßig besucht werden kann, ist dem engagierten Einsatz eines ehrenamtlichen Teams zu verdanken.

INFO: Der Eintritt ist frei.

Autor / Quelle:Pressemitteilung (pm)
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