Im Oberen Mühlbachtal gibt es Landesgeld für ein Projekt zur Verbesserung der Wasserqualität im Mühlbach. Der Abwasserzweckverband Oberes Mühlbachtal erhält 517.000 Euro für den Bau eines neuen Regenüberlaufbeckens, wie das Regierungspräsidium Freiburg mitteilt.
Das Vorhaben betrifft den Mühlbach in Sulz am Neckar und Vöhringen im Kreis Rottweil. Das Regierungspräsidium hat den Zuwendungsbescheid für die Maßnahme erteilt. Zuständige Bewilligungsbehörde ist das Regierungspräsidium Freiburg.
Nach Angaben der Behörde betreibt der Verband derzeit mehrere Anlagen zur Mischwasserbehandlung, darunter zwei Regenüberläufe, sechs Regenüberlaufbecken sowie einen Retentionsbodenfilter am Standort Wittershausen in Vöhringen. Bei Regenereignissen gelangt über diese Anlagen Mischwasser in den Mühlbach und seine Seitengewässer. Wegen des schlechten gewässerökologischen Zustands gelten dafür erhöhte Anforderungen.
Das Sanierungskonzept sieht mehrere Schritte vor. Die von der Kläranlage Bergfelden aufzunehmende Mischwassermenge wurde von 76 auf 105 Liter pro Sekunde erhöht. Dieser Ausbau der Kläranlage wurde bereits mit 4,27 Millionen Euro aus Landesmitteln gefördert. Nun kommt der Bau eines neuen Regenüberlaufbeckens mit 500 Kubikmetern Volumen hinzu. Es ersetzt ein bisheriges Becken mit 150 Kubikmetern Fassungsvermögen.
Eine zusätzliche Siebeinrichtung soll künftig verhindern, dass Geschwemmsel und andere Abwasserinhaltsstoffe in den Mühlbach gelangen. Für die Bevölkerung soll das Projekt nach Angaben des Regierungspräsidiums zu einer spürbar besseren Wasserqualität führen. Ziel ist es, den nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie angestrebten guten ökologischen und guten chemischen Zustand des Gewässers zu erreichen.
An der Maßnahme sind die Gemeinde Vöhringen und die Stadt Sulz am Neckar beteiligt. Die Gesamtkosten liegen bei rund 1,9 Millionen Euro.
Regierungspräsident Carsten Gabbert erklärte in der Mitteilung, mit der Investition komme man dem Ziel eines gesunden Mühlbachs einen entscheidenden Schritt näher. Die moderne und bewährte Anlagentechnik zeige, wie Gewässerschutz vor Ort umgesetzt werde.