Der Verwaltungsausschuss des Rottweiler Kreistags hat die Übersicht über die 31 Beauftragten-Funktionen im Landratsamt am Montag zur Kenntnis genommen. Einen Beschluss gab es nicht. Die Verwaltung verweist auf einen bereits gekürzten Stellenplan, CDU und Freie Wähler wollen die Liste trotzdem selbst auf Sparpotenzial durchsehen.
Zimmern ob Rottweil. Der zuständige Dezernent Michael Kah nannte die Tabelle im Gemeindezentrum Arche „epochal“. Die Verwaltung habe sie aber gern erstellt. Zugleich räumte er einen Fehler ein: Eine der aufgeführten Stellen sei tatsächlich nur eine halbe. Die bisher genannte Summe von 35,05 Vollzeitäquivalenten stimmt demnach nicht ganz.
Rein interne Funktionen, etwa für Internet und Digitalisierung, habe die Verwaltung aus der Übersicht herausgelassen, sagte Kah. Streichvorschläge für die Beauftragten machte er auch in der Sitzung nicht. Er verwies auf den Stellenplan für 2027, der bereits gekürzt vorliege. „Wir sind dieses Jahr in allen Bereichen, nicht nur in den hier genannten Bereichen, hart mit uns ins Gericht gegangen“, sagte Kah.
CDU und Freie Wähler hatten die Übersicht im August beantragt und um Vorschläge gebeten, welche freiwilligen Funktionen entfallen oder zusammengelegt werden könnten. Die Verwaltung antwortete mit einer zwölfseitigen Tabelle. Sie führt 31 Funktionen auf, die 2027 nach bisherigem Stand rund 3,69 Millionen Euro kosten, und empfiehlt, alle freiwilligen Funktionen weiterzuführen. Sparen will sie an anderer Stelle: 6,5 Vollzeitäquivalente sollen aus dem allgemeinen Stellenplan gestrichen werden. Die NRWZ hat berichtet.
Für die beiden antragstellenden Fraktionen dankte Vöhringens Bürgermeister Stefan Hammer der Verwaltung für die Arbeit. Man wolle sich die Ergebnisse genau anschauen, um herauszufinden, ob in der Liste nicht doch noch Potenzial stecke. Auch Schiltachs Bürgermeister Thomas Haas (Freie Wähler) bedankte sich. Er sieht ebenfalls die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild zu machen.
Landrat Christoph Keckeisen lobte die Übersicht als „ganz hervorragende Arbeit“, die viel Mühe gemacht habe. Er verwies zudem darauf, dass es im Kreis Stabsstellen gebe, etwa für den Tourismus.
Damit bleibt es vorerst bei der Kenntnisnahme. Marcus Türk (CDU) hatte vorab gegenüber der NRWZ angekündigt, die Fraktionen wollten die Stellen „genauer durchleuchten“ und bis zu den Haushaltsberatungen Konsequenzen ziehen.
