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Drei junge Störche im Nest auf dem Mühlheimer Kirchturm

Störche sind wenige Wochen alt. Ende Mai oder Anfang Juni sollen sie beringt werden.

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Foto: Hartmut Polet, pm

Auf dem Kirchturm in Mühlheim am Bach wächst die nächste Storchen-Generation heran: Nach Angaben von Storchenbetreuer Hartmut Polet sitzen dort derzeit drei Jungstörche im Nest. Sie sind etwa drei Wochen alt und sollen Ende Mai oder Anfang Juni beringt werden.

Mühlheim am Bach hat wieder Storchennachwuchs. Im Nest auf dem rund 25 Meter hohen Kirchturm befinden sich nach Angaben des Storchenbetreuers der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, Hartmut Polet, derzeit drei junge Weißstörche. Die Tiere sind etwa drei Wochen alt.

Polet schätzt das Gewicht der Jungstörche auf rund zwei Kilogramm. Die Schnabellänge gibt er mit etwa 70 Millimetern an, die Flügel seien bereits bis zu 250 Millimeter lang. Erste Ruderbewegungen mit den Flügeln seien zu beobachten – ein frühes Zeichen für die weitere Entwicklung der Jungvögel.

Die Beringung der jungen Störche ist nach Einschätzung Polets ab Ende Mai bis in die erste Juniwoche möglich. Als ausgebildeter Storchenbetreuer und Beringer der Beringungszentrale Radolfzell betreut er das Nest in Mühlheim am Bach seit 2021.

Die Elterntiere sind in Mühlheim bekannt: Storch Killian stammt aus dem Jahr 2017 und kommt nach Polets Angaben aus Riedlingen. Die Störchin Rosie ist unberingt; ihre Herkunft ist deshalb nicht eindeutig nachweisbar. Vermutet wird, dass auch sie von einem Strommast stammt.

Eine Besonderheit der Mühlheimer Störche: Sie ziehen im Herbst nicht in den Süden, sondern bleiben als sogenannte Winterstörche in der Region. Seit 2019 haben nach Angaben des Storchenbetreuers bereits 13 Jungstörche das Nest in Mühlheim verlassen. Zwei Jungstörche mussten demnach in der Vergangenheit mehrere Monate gepflegt werden, bis sie flugfähig waren.

Für Notfälle nennt Polet den Tierarzt Dr. von Stromberg als nächstgelegene tierärztliche Anlaufstelle. Die nächste spezialisierte Pflegestation ist das NABU-Vogelschutzzentrum in Mössingen.

Autor / Quelle:NRWZ-Redaktion
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