Arbeiter stürzt mit Stahlträger und Gerüst auf die A81 – 60-Jähriger schwer verletzt

Autor / Quelle:
Lesezeit 4 Min.
Die Unfallstelle auf Höhe Oberbaldingen und Bad Dürrheim. Foto: Peter Arnegger

Nach dem schweren Arbeitsunfall auf der A81 bei Bad Dürrheim hat die Polizei am Mittwochnachmittag neue Details zum Hergang bekannt gegeben. Ein 60-jähriger Arbeiter befand sich auf dem Baugerüst, als ein Stahlträger darauf stürzte. Gerüst, Träger und Arbeiter fielen anschließend auf die Autobahn. Die Fahrtrichtung Stuttgart ist inzwischen wieder frei.

foto stahlträger bildquelle autobahn gmbh südwest
Das Foto zeigt den herabgestürzten Stahlträger auf der A81. Bildquelle: Autobahn GmbH Niederlassung Südwest
dsc 4197
img 5054
img 5053
Die Arbeiten an dem gesperrten Autobahnabschnitt dauern an. Fotos: Peter Arnegger

Bad Dürrheim. Bei dem Arbeitsunfall auf der A81 zwischen Bad Dürrheim und Geisingen ist am frühen Mittwochmorgen ein 60 Jahre alter Arbeiter schwer verletzt worden. Das Polizeipräsidium Konstanz hat am Nachmittag erstmals nähere Angaben zum Unfallhergang gemacht.

Demnach ereignete sich der Unfall gegen 4.45 Uhr an einer sanierungsbedürftigen Brücke über der A81. Nach Angaben der Autobahn GmbH handelt es sich um eine Brücke bei Oberbaldingen, über die die Kreisstraße „Öfinger Straße“ führt.

Stahlträger fiel zunächst auf Baugerüst

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Polizei fiel ein Stahlträger von der Brücke auf ein Baugerüst. Genau in diesem Moment befand sich der 60-jährige Arbeiter auf dem Gerüst.

Der Arbeiter stürzte daraufhin gemeinsam mit dem Gerüst und dem Stahlträger auf die Fahrbahn in Richtung Süden. Er erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Dass es nicht zu einem noch schwereren Unglück kam, war offenbar einem glücklichen Umstand zu verdanken: Nach Angaben der Polizei befand sich zum Zeitpunkt des Absturzes kein Fahrzeug in unmittelbarer Nähe.

Wie es dazu kommen konnte, dass der Stahlträger herunterfiel, ist bislang nicht geklärt. Die Umstände sind Gegenstand der Ermittlungen.

A81 zunächst in beiden Richtungen gesperrt

Der Unfall hatte am Mittwochmorgen massive Auswirkungen auf den Verkehr. Zunächst war die Fahrbahn in Richtung Singen gesperrt. Wenig später wurde die A81 aus Sicherheitsgründen in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt.

Hintergrund war die zunächst ungeklärte Stabilität der weiteren Teile des Traggerüsts. Nach Angaben der Autobahn GmbH waren für die Arbeiten insgesamt vier Stahlträger vorgesehen. Das teilweise bereits aufgebaute Traggerüst musste nach dem Unfall überprüft werden.

Der auf der Autobahn eingeschlossene Verkehr wurde am Morgen unter Polizeibegleitung rückwärts und entgegen der üblichen Fahrtrichtung von der A81 in Richtung A864 abgeleitet.

Richtung Stuttgart seit dem Nachmittag wieder frei

Inzwischen hat sich die Verkehrslage zumindest teilweise entspannt. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Konstanz wurde die Sperrung an der Anschlussstelle Geisingen in Fahrtrichtung Stuttgart gegen 14.45 Uhr aufgehoben.

In Fahrtrichtung Singen bleibt die A81 dagegen weiterhin gesperrt. Dort sind Rückbauarbeiten notwendig. Bereits am Vormittag hatte die Polizei angekündigt, dass diese Sperrung voraussichtlich mindestens bis in den späten Nachmittag dauern werde.

Auch die A864 von Donaueschingen kommend in Richtung A81 bleibt vorerst gesperrt.

Für den Verkehr von B27 und B33 gelten weiterhin Umleitungen: In Richtung Stuttgart sollen Autofahrer über die B27 zu den Autobahnanschlussstellen Tuningen oder Villingen-Schwenningen fahren. In Richtung Singen führt die Umleitung über B31 und B33 zur Anschlussstelle Geisingen.

Wann die A81 auch in Richtung Singen wieder vollständig freigegeben werden kann, ist noch offen. Die Polizei will informieren, sobald die Sperrung aufgehoben werden kann.

Autor / Quelle:Polizeibericht (pz)
... kennzeichnet Texte, die so direkt aus der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit des für den Landkreis Rottweil zuständigen Polizeipräsidiums Konstanz kommen oder von der Pressestelle einer anderen Polizeibehörde.
Abonnieren
Benachrichtigen bei
0 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertet

Danke, dass Sie die NRWZ lesen.

NRWZ.de ist kostenlos. Damit das so bleibt, brauchen wir Werbeeinnahmen — die funktionieren besser mit Ihrer Einwilligung. Nutzen Sie NRWZ kostenlos mit Werbung oder unterstützen Sie unsere Redaktion mit einer Steady-Mitgliedschaft und lesen dafür werbefrei.

Kostenlos mit Werbung

Der kostenlose Zugang wird durch Werbung finanziert. Dafür bitten wir um Ihre Einwilligung in die dafür notwendigen Cookies und Dienste.

Bereits Mitglied? Dann können Sie sich direkt einloggen:

Werbefrei mit Steady

Mit Steady unterstützen Sie unabhängigen Lokaljournalismus aus der Region und lesen NRWZ ohne Werbung*.

*Frei von Werbung über die externen Anbieter Google und Taboola. Lokale Werbung zeigen wir im Interesse unserer Direktkunden weiterhin an.

Mehr Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und im Impressum.