In der Mittagshitze des Freitags völlig vcerlassen: Spielplatz in der Stadtmitte von Rottweil. Foto: Peter Arnegger

Wo können Kinder in Rottweil noch unbeschwert spielen?

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Müll, Zigarettenkippen, Hundekot und Erwachsene, die auf Spielplätzen Alkohol trinken: Eine Rottweiler Mutter beklagt den Zustand mehrerer Anlagen in der Innenstadt. Ihre Beobachtungen werfen eine grundsätzliche Frage auf: Wie lassen sich öffentliche Spielplätze als sichere und einladende Orte für Kinder erhalten?

Rottweil – Spielplätze sind für alle da, aber vor allem für Kinder

Wer mit kleinen Kindern in der Stadt unterwegs ist, braucht Orte, an denen sie sich bewegen, ausprobieren und mit anderen spielen können. Doch eine Rottweiler Mutter berichtet der NRWZ, dass sie sich auf mehreren innerstädtischen Spielplätzen inzwischen nicht mehr wohlfühle. Ihr Name ist der Redaktion bekannt.

Als Beispiele nennt sie den Spielplatz unterhalb des Schwarzen Tors, die Anlage an der Ruhe-Christi-Straße und den großen Spielplatz am Kriegsdamm. Dort habe sie wiederholt Erwachsene beim Alkoholkonsum erlebt. Hinzu kämen je nach Standort Müll, Zigarettenkippen und Hundekot. Eltern müssten deshalb ständig darauf achten, womit ihre Kinder in Berührung kommen oder wohin sie treten.

Die Mutter fragt sich daher, wo Familien in Rottweil noch sicher und unbeschwert Zeit verbringen können. Spielplätze müssten aus ihrer Sicht geschützte und saubere Bereiche für Kinder sein – keine Treffpunkte, an denen regelmäßiger Alkoholkonsum und dessen Begleiterscheinungen das Bild bestimmen.

Öffentlicher Raum gehört unterschiedlichen Gruppen

Gleichzeitig berührt die Kritik eine schwierige gesellschaftliche Frage. Spielplätze befinden sich im öffentlichen Raum. Auch Menschen mit sozialen Problemen, Suchterkrankungen oder ohne geeigneten Aufenthaltsort verschwinden nicht dadurch, dass man sie von einzelnen Plätzen verdrängt. Sie pauschal auszugrenzen, kann daher keine nachhaltige Lösung sein.

Dennoch müssen Familien erwarten können, dass Spielgeräte und Spielflächen sauber und sicher sind. Glasscherben, Zigarettenkippen und Hundekot stellen konkrete Gefahren dar. Auch dauerhafter oder exzessiver Alkoholkonsum kann dazu führen, dass Eltern einen Spielplatz meiden – selbst wenn es dort nicht zu direkten Übergriffen kommt.

Gefragt ist deshalb ein Vorgehen, das den Schutz der Kinder ernst nimmt, ohne andere Menschen vorschnell abzustempeln. Denkbar wären häufigere Kontrollen und Reinigungen, klar erkennbare Verhaltensregeln, bessere Abfallmöglichkeiten sowie eine stärkere Präsenz von Ordnungsdienst und Sozialarbeit. Entscheidend wäre zudem, Beschwerden systematisch zu erfassen und zu prüfen, ob es sich um einzelne Vorfälle oder um dauerhafte Probleme handelt.

Wie erleben andere Familien die Situation?

Die Schilderungen geben zunächst die persönlichen Beobachtungen einer Mutter wieder. Ob andere Eltern ähnliche Erfahrungen gemacht haben, bleibt offen. Ebenso stellt sich die Frage, wie die Stadt Rottweil die Situation auf den genannten Spielplätzen einschätzt und wie häufig dort gereinigt oder kontrolliert wird.

Was meinen Sie?

  • Haben Sie auf Rottweiler Spielplätzen ähnliche Erfahrungen gemacht?
  • Welche Anlagen sind aus Ihrer Sicht besonders betroffen – und welche funktionieren gut?
  • Sollte der Alkoholkonsum auf Spielplätzen grundsätzlich untersagt werden?
  • Braucht es mehr Kontrollen, häufigere Reinigungen oder mehr aufsuchende Sozialarbeit?
  • Wie können Kinder geschützt werden, ohne sozial benachteiligte Menschen lediglich von einem Ort zum nächsten zu verdrängen?

Schildern Sie uns Ihre Eindrücke in der Kommentarfunktion unter diesem Beitrag oder auf unserer Facebookseite.

Dieser Beitrag beruht auf der Zuschrift einer Rottweiler Mutter. Ihr Name ist der Redaktion bekannt. Die geschilderten Zustände und einzelnen Beobachtungen sind bislang nicht unabhängig bestätigt.

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