Schramberg. Offene Türen hat Personalchefin Ute Vogel mit ihrem Wunsch nach unbefristeter Beschäftigung der Erzieherinnen eingerannt. Der Verwaltungsausschuss votierte einmütig dafür, die bislang befristeten in unbefristete Stellen umzuwidmen. Außerdem sollen in den beiden nächsten Kindergartenjahren alle ausgebildeten Erzieherinnen einen unbefristeten Vertrag erhalten, heißt es im Empfehlungsbeschluss für den Gemeinderat.
Vogel begründete ihren Wusch in der Sitzung nochmals mit dem Fachkräftemangel und der hohen Fluktuation dank des jungen Teams.
Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr nannte den Vorschlag der Verwaltung „ausgewogen und sehr vorsichtig“.
SPD-Buntspecht: Generell alle unbefristet einstellen
Wie nicht anders zu erwarten, lobte die Sprecherin von SPD-Buntspecht Tanja Witkowski den Plan. Schließlich fordere ihre Fraktion schon lange die unbefristete Einstellung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Wir haben Fachkräftemangel und müssen deshalb bessere Bedingungen schaffen.“ Sie brachte dazu noch einen entsprechenden Antrag ein.
Vogel: Nicht so einfach
Personalchefin Vogel antwortete direkt auf diesen Antrag. Sie versprach, den Antrag gründlich zu prüfen. Sie verwies aber auch darauf, dass anders als im Bereich der Erzieherinnen es deutlich schwerer sei, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umzusetzen. „Die Arbeit der Erzieherinnen ist in den Kitas ähnlich.“ Auch seien da die Stellen einfacher teilbar.
Sie könne aber jemanden aus dem technischen Bereich nicht ohne weiteres in der Verwaltung einsetzen. Befristete Stellen nutzt die Stadt, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ersetzen, die zeitweise nicht zur Verfügung stehen. Stichwörter Mutterschutz, Elternzeit Sabbatical. Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben einen Anspruch auf Rückkehr auf ihren früheren Arbeitsplatz. Bei einer generellen Entfristung fürchtet Vogel, werde es eine Überbesetzung von Stellen geben.
CDU-Sprecher Thomas Brantner pflichtete Witkowski bei. Man müsse die Entfristung bei den Erzieherinnen umsetzen. Im übrigen Bereich de Stadtverwaltung gebe es „Restriktionen“. Aber auch Brantner riet angesichts des Fachkräftemangels, „so weit als möglich auf Befristungen zu verzichten“.
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